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Dani

Book

Kreatives Sabbatical und Buchtipp für Scanner

 

Hallo ihr Lieben!

 

Bis kurz vor meinem 40sten Geburtstag, habe ich immer gedacht, mit mir stimmt irgendetwas nicht. Ich hatte immer das Gefühl, bei mir läuft es nicht ganz so rund wie bei anderen. Während das Leben der Menschen um mich herum strukturiert abläuft, herrscht bei mir das Chaos, während andere einen Beruf haben und nach und nach ihre Karrieren aufbauen und Geld verdienen, fange ich immer wieder was Neues an. Mein Kopf arbeitet ständig und ohne Pause. Ich tanze andauernd auf mehreren Hochzeiten, habe viel zu viele Interessen. Nie bleibe ich an etwas dran, nie führe ich angefangenes zu Ende.

Schon in der Schule hatte ich viele AG’s und die Lehrer riefen am Anfang vom Schuljahr bei meinen Eltern an, weil ich mich schon wieder bei zu vielen Aktivitäten gemeldet hatte. Sie machten sich Sorgen, dass ich mein mir selber auferlegtes Pensum nicht durchstehen könnte. Ich war im Chor, obwohl ich nicht singen kann, Theater AG, Schreibmaschine, Steno (gibt’s das heute noch?), Französisch, Informatik, Foto AG, Badmighton, Zeichenkurs. Hinzukamen noch, dass ich diverse Sportarten ausprobierte Ballett, Kunstturnen, Tischtennis, Schwimmen, Handball, Fechten. In meiner kargen Freizeit, die ich noch hatte, las ich wie eine Bekloppte, malte, bastelte und schrieb Tagebücher. Eine Zeitlang las ich alles über Geschichte und Archäologie, dann wieder alles über Psychologie. Als dann die ersten Haustiere bei uns einzogen, fand ich Tiere total spannend, las alles über sie und nicht nur das, ich zeichnete sie auch noch. Kurze Zeit danach kam die Phase der Esoterik, Bücher über das Leben nach dem Tod, Räucherstäbchen. Zu diesem Zeitpunkt steckte ich mitten in der Pubertät mit all ihren Begleiterscheinungen. Und wenn ihr jetzt alle Schnappatmung bekommt, was ich da alles gemacht habe, dann kann ich euch beruhigen, das Meiste davon habe ich relativ schnell wieder aufgegeben.

Die wenigsten Sachen habe ich tatsächlich vertieft, nachdem ich mich ein bißchen in die Materie eingearbeitet hatte, fand ich es auch schon wieder langweilig und hörte sofort wieder auf!

Nach der Schule ging ich in meine erste Lehre, die war nix, ich machte sie aber fertig. Ich zog mit 18 aus, in meine erste Wohnung, kurze Zeit später zog ich in eine WG und fing dann meine zweite Lehre an. Ich dachte, ich hätte den Job fürs Leben gefunden und blieb 10 Jahre dabei. Zwischendrin zog ich nochmal um, in eine eigene Wohnung, baute ein Haus mit meinen Mann und wir zogen gemeinsam ein. Da war ich 28. Als mein erstes Kind auf die Welt kam, fand ich das so super, Mutter zu sein, also kamen relativ schnell Kind 2 und 3 zur Welt.

Damit es mir nicht langweilig wurde, fing ich an zu backen, zu kochen und zu dekorieren. Ich machte Zeichenkurse, Backkurse, Kochkurse, Erziehungskurse und diverse Kurse mit den Kindern. In dieser Zeit fing auch meine Liebe zur Fotografie an und um mich einzuarbeiten fotografierte ich, lernte Bildbearbeitung. Es stellte sich heraus, dass die Fotografie genau mein Ding war und so kündigte ich meinen Job und eröffnete ein Fotostudio.

Nebenher hatte ich diverse Ehrenämter, wollte überall dabei sein. Weihnachtsmarkt, Elternsprecher, Förderverein, Leitung des Mutter-Kind-Turnens, Faschingsverein. Keine Schulveranstaltung ohne mich, kein Kuchenverkauf ohne meine Kuchen, keine Bundesjugendspiele ohne meine Mithilfe.

Warum erzähle ich euch das alles so ausführlich? Ganz einfach, weil mich in all dieser Zeit ein Gefühl begleitete und das war nicht so schön. Ich machte irgendwie alles, aber nichts richtig. Ich sehnte mich nach einen strukturierten Leben, nach Ordnung und der einzig richtigen Sache für mich. Ständig diese Rastlosigkeit und der übervolle Kopf, nie Ruhe, nie Feierabend. Ich wollte einfach nur arbeiten gehen, ein Hobby haben und abschalten. Wenn ich mit meinen Umfeld darüber sprach, was ich sehr selten tat, kam oft der Satz, „du hast halt kein Durchhaltevermögen“, und irgendwann glaubte ich es auch. Genau, das war es, daran muss ich arbeiten, Durchhaltevermögen.

Ihr könnt es wahrscheinlich schon erraten, es klappte nicht, ich konnte einfach nicht durchhalten, ich war eher noch unglücklicher als das ich etwas fand, was mich ausfüllte!

Kurz vor meinem 40sten Geburtstag dachte ich intensiv über mein Leben nach, über das was war und was wohl noch kommen sollte. Die Zeit läuft schneller ab als einem lieb ist.

Und genau zu dieser Zeit fiel mir ein Buch in die Hände, wieder ganz zufällig, wie alles in meinem Leben. Und dieses Buch veränderte mein Leben komplett. Wenn mich jemand fragt, welches ist das wichtigste Buch in deinem Leben, so ist es eindeutig dieses. Es ist das Buch von Barbara Sher und heißt “ Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“.

Frau Sher beschreibt in diesen Buch einen besonderen Menschentypus und nennt ihn Scanner. Menschen, die eben nicht dranbleiben können, die viele Interessen haben, vieles nicht zu Ende bringen. Mit jeder Seite die ich las, dachte ich, das bin ich, das ist mein Leben und ich bin nicht allein. Wie cool ist das denn?

Das Buch klärt verschiedene Scannertypen und enthält viele praktische Beispiele die Scannern helfen. Es war tatsächlich das erste Buch, welches ich komplett durchgearbeitet habe. Mit jeder Seite merkte ich, ich bin nicht wankelmütig, ich bin halt ein Mensch, der viele Interessen hat, aber ich kann lernen damit umzugehen. Nicht mit mir stimmte was nicht, sondern die Art und Weise wie ich mich sehe und mich wahrnehme ist nicht richtig.

Für Menschen wie mich ist es ein sehr wertvolles Buch. Seite für Seite lernte ich mich besser zu verstehen. Ich habe mir als allererstes eine Liste mit all meinen Interessen gemacht und da war dann auch schon die entscheidende Erkenntnis, ich habe immer viele Projekte, aber ich kehre immer wieder zu den Gleichen zurück. Ich schreibe, zeichne, koche, lese und fotografiere mein Leben lang. Ich habe durchaus Konstanten in meinem Leben, mein Mann, meine Familie und Freunde, die ich, trotz wechselnder Bekanntenkreise, immer noch habe.

Ich habe aufgrund des Buches angefangen verschiedene Projektbücher zu führen. Ich hatte schon immer ein Buch, in dem ich alle meine Ideen aufschrieb, aber es war völlig wirr. Inzwischen habe ich an die 9 Projektbücher, den Themen nach geordnet. Meine Gedanken sind strukturiert und wenn sie erst aufgeschrieben sind, ist mein Kopf freier und ich kann Ideen umsetzten wenn ich Lust und Zeit habe, weil ich sie gleich finde.

Ich habe mir verschiedene Projektboxen angelegt, die stehen griffbereit da, wenn ich sie brauche um meine Ideen umzusetzen. Wenn mir also einfällt, ich könnte jetzt zeichnen, gehe ich an meine Box mit Schriften, Farben, Papier usw. und leg los. Ich habe teilweise Sachen doppelt gekauft um gleich starten zu können, wenn es mir einfällt, ohne lange nach meinen Sachen zu suchen.

Ich habe Ordnung geschaffen und mir nach und nach eine Arbeit-und Lebenssituation geschaffen, die zu mir passt. Vor der Selbstständigkeit hatte ich immer Angst, inzwischen weiss ich, es ist die einzig richtige Form für mich zu arbeiten, weil ich mir meine Zeit selber einteilen kann und somit auch Zeit habe für andere Projekte.

Natürlich bin ich immer noch chaotisch, habe es aber besser im Griff. Ob ich nun ein waschechter Scanner bin oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt, ich denke, dass muss auch jeder für sich entscheiden, aber es ist auch völlig egal, denn das Buch hat mir geholfen. Nicht alles ist umsetzbar, jedes Leben ist nun mal anders, aber zu sehen, dass ich sehr wohl vieles auf die Reihe bekomme macht mich froh.

Und zu wissen, dass ich einfach Pausen zwischen meinen Projekten brauche und ich nicht durchhalten muss, weil ich sowieso irgendwann wieder zu den Projekten zurückkehre, erleichtert mein Leben ungemein.

Meine Pausen, meine kreativen Sabbaticals, wie ich sie inzwischen nenne, sind für mich Lebensnotwendig, auch wenn es bedeutet, dass auch z.B. mein Blog immer mal wieder ruht. Der Weg ist das Ziel, gilt für mich wahrscheinlich mehr als für andere und deshalb bin ich auch relativ Angstfrei, wenn ich neue Entscheidungen treffe. Neuanfänge machen mir keine Angst mehr, ich liebe sie, mit all ihren schlaflosen Nächten , Aufregung und der Unsicherheit, die halt dazugehört. Je öfter man es macht, desto weniger Angst hat man. Und egal ob man erfolgreich ist oder nicht, man hat es zumindest probiert.

Vielleicht schieße ich morgen mein Studio weil ich keinen Bock mehr hab, vielleicht auch nicht. Vielleicht laufe ich mal den Jakobsweg, nur so als Projekt und hör das Wandern danach sofort wieder auf, vielleicht auch nicht. Vielleicht schreibe ich ein Buch, vielleicht gebe ich Kochkurse, vielleicht verkaufe ich meine Zeichnungen, vielleicht mache ich irgendwann ein Ashram auf, weil ich gerade Yoga so toll finde. Vielleicht mache ich auch nichts davon.

Warum schreibe ich heute einen so langen Beitrag? Weil ich glaube, dass viele von euch da draußen auch so sind. Und weil ich Mutmachen will, es zu tun, egal was es ist. Einfach mal machen und wenn es nicht funktioniert, dann ist man halt auch mal gescheitert. Es ist meistens nicht so schlimm, wie man denkt.

Ich habe inzwischen ein sehr grosses Vertrauen in mein Leben und meine Fähigkeiten, dass es völlig egal ist, was noch kommt, ich bin im Reinen mit mir, ich versuche mir mein Leben so schön zumachen wie es nur geht, unabhängig davon, was andere davon halten. Auch wenn ich für diese Erkenntnisse schon recht alt werden musste. Aber besser spät als nie.

Und das allerwichtigste, was mir durch dieses Buch klargeworden ist, was ich aber eigentlich schon immer gewusst habe, es aber nie annehmen konnte, ist eigentlich ganz einfach, ich bin halt so wie ich bin und das ist richtig gut so!!!!

Eure Dani

Food Vatertag

Biertorte oder Ferrero Rocher Torte? Zum Vatertag einfach Beides

 

Hallo ihr Lieben!

 

Zur Zeit scheinen sich mal wieder alle Zeitmanagementgötter gegen mich verschworen zu haben!! Ich bin mir ganz sicher! Ein Termin jagt den anderen und es wird wohl bis zu den Sommerferien so bleiben. So sieht’s aus Freunde! Aber das Schöne bei der Sache ist, es sind ganz viele tolle Termine, die ganz viel Spaß versprechen und deshalb freue ich mich, auch wenn es Stress bedeutet!

Trotzdem muss ich jetzt schauen, wie ich alles unter einen Hut bekomme. Wenn ich so gar keine Zeit zum Kreativsein habe dann ist meine erste Adresse Pinterest! Ich bin so glücklich, dass ich im Zeitalter des Internets lebe und dass es so viele Menschen gibt, die ihre Ideen ins Netz stellen!

Ich wollte, trotz engen Zeitplans, meinem Mann etwas Kleines zum Vatertag machen. Er ist so toller Papa und er hat auch mich am Muttertag sehr verwöhnt. Er hat definitiv ein Geschenk verdient!

Und da habe ich auf Anhieb etwas auf Pinterest gefunden, da war ich mir ganz sicher, das gefällt ihm. Eine Biertorte, ist das nicht witzig? Wahrscheinlich kennt es wieder jeder außer mir, aber egal, ich zeige euch mein Ergebnis trotzdem! Da wir Kuchen lieben, toppe ich die Biertorte mit einer, kleinen Ferrero Rocher Torte, die geht super schnell, weil sie nicht gebacken wird! Ich komme Morgen ganz groß raus, welcher Mann bekommt schon zwei Torten zum Vatertag?

Für die Biertorte habe ich 20 kleine Bierdosen gekauft. Je nach Biersorte oder Bierdosengröße müsst ihr vielleicht ausprobieren, wieviel Dosen ihr braucht. Der Durchmesser meines Kuchens beträgt ca. 20 cm. Dosen einfach stapeln und mit einem Geschenkeband festmachen.

Ferrero Rocher Torte ( 20cm Durchmesser)

Zutaten:

  • fertiger Tortenboden, 3-teilig, dunkel
  • 500gr Quark
  • 400ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 1/2 Packungen Ferrero Rocher

Zubereitung:

Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker aufschlagen. Quark zur Sahne geben und unterrühren. Ferrero Rocher in einen Gefrierbeutel geben und mit einen Wellholz kleinmachen. Einen Teil der Rochers zum Dekorieren zur Seite stellen, den Rest in die Quarkmasse geben und kurz durchrühren.

Tortenböden zurechtschneiden ( ich habe einen Teller mit 20 cm Durchmesser daraufgelegt).

Nun die Tortenböden mit der Quarkmasse locker aufschichten und zum Schluss mit den restlichen Bröseln verzieren! Kuchen auf die Bierdosen stellen und fertig!!!

Ich weiß noch gar nicht wie wir morgen den Vatertag feiern werden, wir werden auf alle Fälle ausgiebig frühstücken und dann mal schauen, was der Tag so hergibt. Mein Mann hat den Vatertag sowieso schon mal auf heute Abend vorgezogen, da er mit ein paar Kumpels sein Weihnachtsgeschenk einlöst. Er ist heute bei einem Grillkurs. Da könnte es durchaus spät werden, wir lassen ihn morgen mal ausschlafen!

Jetzt wünsche ich allen Vätern einen ganz tollen Tag, egal ob sie mit dem Bollerwagen unterwegs sind oder auch was mit ihren Familien machen! Genießt, feiert und vergesset nie warum ihr eigentlich Vatertag habt, weil ihr Väter seid und hoffentlich die Besten, die sich eure Kinder vorstellen können!

Eure Dani

Travel

Reisen mit Kindern/Italien/Teil2/Santa Margherita Ligure

 

Hallo ihr Lieben!

Heute Morgen habe ich meinen Kaffee tatsächlich auf der Terrasse genossen. Passiert ja in letzter Zeit nicht so oft. Was für ein schöner Morgen, ich weiß schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt! Es soll ja heute tatsächlich 29 Grad geben. Unglaublich!!!

Da mache ich heute mal einen nicht so langen Blogpost, denn ich muss das gute Wetter ausnutzen und werde arbeiten, ich kann endlich ein paar Shootings draußen machen, die schiebe ich ja seit Wochen schon vor mich her! Ich freu mich!

Und da ich heute voll in Sommerstimmung bin, machen wir mal heute Teil 2 unserer Italienreise und begeben uns in das kleine, wunderschöne Städtchen Santa Margherita Ligure in der Nähe von Portofino. Ich habe allerdings heute mehr Bilder als Text, da wir nur einen Nachtmittag in Santa Margherita waren, ich es aber so wunderschön fand, dass ich es euch nicht vorenthalten kann!!!

Santa Margherita Ligure liegt zwischen Portofino und Rapallo und ist wahnsinnig schön! Luxuriöse, alte Villen und Hotels reihen sich aneinander und das Städtchen strahlt unheimlich viel Eleganz aus. Herrlich!!! Hübsche, kleine Gassen führen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Parks und charmante Geschäfte laden zum Schlendern ein.

An der Uferpromenade befinden sich zahlreiche Restaurants, da ist für jeden Geschmack was dabei! Vom Ufer aus fahren viele Tourischiffe entlang der italienischen Riviera. Ich könnte mir vorstellen, es ist bestimmt ein schöner Anblick wenn man von Santa Margherita mit dem Schiff in den Hafen von Portofino einfährt. Da wir aber nicht so viel Zeit hatten, beließen wir es beim Schlendern und Sonne genießen am Strand.

Der malerische Ort ist auch bekannt für seine vielen Veranstaltungen rund um Kunst, Kultur und Segeln. Also, wenn ihr mal in der Gegend seid, dann schaut euch dieses kleine, mondäne Städtchen an, es wird euch gefallen! Die Gegend um Portofino ist auch bei Wanderern sehr beliebt, da man von den Bergen aus einen spektakulären Blick auf die Riviera hat. Da hab ich jetzt leider keine Erfahrungswerte, ich wandere, bis jetzt zumindest, nicht! Vielleicht sollte ich es mal anfangen, dann könnte ich die Auswahl meiner Reiseziele ein bisschen erweitern, leider habe ich so gar kein Bedürfnis zu wandern und bin echt faul!

Als Fazit bleibt mir nur noch zu sagen, dass sich dieser Teil von Ligurien absolut lohnt, es herrscht eine besondere und edle Atmosphäre. Die Gegend ist reich an Bäumen und Blumen, ganz viel Grün egal wohin man schaut. Eine Traumkulisse, wie im Bilderbuch, ich bin ganz verzaubert!

Unsere Reise führte uns nun weiter, als nächstes Reiseziel  war Pisa angedacht und der schiefe Turm stand selbstverständlich auf unserer ToDo-Liste!

Ich werde jetzt noch einen Kaffee auf meiner Terrasse genießen und mich ganz arg freuen, es soll ja morgen leider schon wieder regnen! Versucht deshalb heute noch ein paar Sonnenstrahlen zu ergattern, arbeitet nicht zu viel, verschiebt einfach alles was geht auf morgen!

Eure Dani

Food Muttertag

Muttertag und Kirschkuchen im Glas

 

Hallo ihr Lieben!

Heute will ich mich noch einmal kurz mit dem Muttertag befassen und mit meinem Dasein als Mama. Aber als Allererstes gibt es ein superschnelles Rezept für ein Geschenk, ist für alle gedacht, die wie ich mal wieder keine Zeit hatten, in die Stadt zu gehen und noch was zu kaufen! Und danach noch ein paar Gedanken über uns Mamas oder Frauen im Allgemeinen.

Den Kuchen könnt ihr auch ohne Kirschen machen, den Rest der Zutaten haben die meisten im Haus.

Kirschkuchen im Glas (6 Gläser á 230ml)

Zutaten:

  • 18 Kirschen(pro Schraubglas 3) aus dem Glas
  • 200gr Mehl
  • 100gr Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 100gr Margarine
  • 2 Tl Backpulver
  • 2 Eier
  • 4 El Milch
  • 1 El Backkakao

Zubereitung:

Alle Zutaten außer dem Kakao mit einen Handrührgerät zusammenrühren. Teig zur Hälfte teilen und in separate Schüsseln geben. Den Kakao in einen der Teige geben und verrühren. Kirschen halbieren und auf beide Schüsseln verteilen. Kurz unterheben. Den hellen Teig in die Gläser füllen, jeweils ungefähr ein Esslöffel pro Glas. Danach den Kakaoteig darauf verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei

  • 180 Grad Umluft/ 200 Grad Ober-/Unterhitze
  • 20-30 Minuten (Stäbchentest)

backen.

Nach dem Backen sofort die Gläser mit dem Deckel verschließen. Da ich das Rezept auch das erste Mal gemacht habe und es natürlich so umgewandelt habe, dass es für mich passt, weiß ich nicht, wie lange der Kuchen haltbar ist. Ich probiere es aber aus und dann lasse ich es euch wissen. Bei uns ist Haltbarkeit eh egal, wird ja alles sofort weggefuttert.

So und jetzt noch ein paar Gedanken zum Muttertag!

Als ich vor fast 15 Jahren Mutter geworden bin, hatte ich keinen Plan weder von Kindern noch von Haushalt. Die meiste Zeit meines damaligen Lebens verbrachte ich bei der Arbeit oder beim Feiern. 15 Jahre später muss ich feststellen habe ich immer noch keinen Plan! Es macht mir aber ehrlich gesagt gar nichts aus, da die Lebensphasen meiner Kinder sich so schnell ändern, dass alles was heute funktioniert morgen total falsch ist!

Was mir aber was ausmacht, oder nicht wirklich ausmacht, sondern eher nervt, sind die anderen Mütter! Und zwar nicht alles an ihnen, den ich kenne ganz viele tolle Mütter, eher nur dieses besserwisserische und die Stutenbissigkeit. Auch noch nach schon längerer Zeit als Mutter kann ich mich nicht recht daran gewöhnen, wie fies manche Mamas gegenüber anderen sein können. Ich mag es gar nicht, wenn man mein Leben bewertet und vor allem mag ich es nicht, wenn man mich danach bewertet wie gut oder schlecht meine Kinder geraten sind.

Nur weil ein Kind gut in der Schule ist, heißt es ja nicht, dass es ein besserer Mensch ist, nur weil ein Kind daheim nicht erzählt, was es außerhalb des Zuhauses tut, heißt es nicht, dass es nicht irgendeinen Quatsch macht. Nur weil der Haushalt nicht ordentlich ist, heißt es nicht gleich, dass man faul ist und nur weil man dick ist, heißt es nicht gleich, dass man träge ist!

Wir sehen alle nur die Spitze des Eisberges, aber unter der Wasseroberfläche kommt doch noch so viel. Das sehen wir nicht, ich denke das müssen wir auch nicht, es reicht dass wir wissen, es geht noch ganz tief weiter. Und dass wir aufhören ständig die Spitze zu kritisieren.

Das Leben ist doch kein Wettkampf um den Pokal für die beste Mutter! Keiner erzieht sein Kind mit Absicht schlecht, keiner ist mit Absicht gestresst und keiner macht mit Absicht etwas nicht richtig! Jeder sollte doch machen können was er will, solange es für einen passt und man damit glücklich ist, ist es doch wunderbar!

Im Vergleich zu vielen anderen, hinke ich in vielen Frauendisziplinen des Lebens ganz schön hinterher. Aber ich gebe jeden Tag mein Bestes und fühle mich gut dabei. Ein Tag ist vielleicht mal anstrengender als der andere, aber ich entscheide jeden Tag für mich selbst, was für mich und Familie jetzt gerade passt!

Ich kenne so viele wunderbare Frau, egal ob Mama oder nicht, ich bin total begeistert wie sie alle ihren Alltag bewältigen und ich lasse mich von ihnen inspirieren. Es wäre doch schön, wenn wir endlich aus diesen Konkurrenzkampf aussteigen könnten. Berufstätig gegen Hausfrau, Abi gegen Hauptschule, dick gegen dünn, sportlich gegen faul, Supermami gegen Durchschnitt! Das ist doch alles so super anstrengend, findet ihr nicht? Warum fühlen wir uns denn besser, wenn es in unseren Umfeld jemand vermeintlich schlechter macht als wir? Weil wir genau wissen, dass wir jeden Tag genauso viel falsch machen und nicht perfekt sind! Ich bin ebenso nicht ganz frei von diesen Gedanken, noch nicht, aber ich arbeite täglich daran. Und ich bin auch schon fast raus der Nummer. Liegt wahrscheinlich an meinen biblischen Alter, aber ich bin zufrieden mit mir und es fällt mir auch nicht schwer, immer wieder positiv und gutgelaunt durch mein nicht perfektes Leben zu gehen! Und deshalb wünsche ich mir auch von allen Frauen, dass sie gnädiger mit sich selber sind, dass sie sich, ihre Kinder, Partner und ihr Umfeld mögen und dass sie sich nicht in diesen Konkurrenzkampf begeben, denn da verlieren wir Frauen alle! Ein selbstbestimmtes Leben zu führen heißt für mich, selbst zu bestimmen, egal was andere sagen und für die Fehler, die ich mache, geradezustehen!

Ich brauche niemanden der mir sagt, was ich alles falsch mache, dass weiß ich meistens selbst, aber ich brauche jemanden, der mir hilft meine Fehler wieder auszubügeln. Ich brauche auch niemanden, der mir sagt, dass meine Kinder vielleicht ein bisschen zuviel pubertieren, ich brauche jemanden, der mich mit einen Prosseccoschorle tröstet!! Und ich brauche erst recht niemanden, der mich auslacht, weil ich nicht alles perfekt mache, ich brauche jemanden, der mit mir lacht, wenn mir mal wieder was Dummes passiert!!!

Nur weil man sein Bestes gibt heißt es ja noch lange nicht, dass alles nach Plan läuft! Im Nachhinein bin ich ja auch meistens schlauer und oft erkennt man erst Jahre später, warum es gut war, dass es schiefgelaufen ist!

Morgen ist Muttertagen und ja meine Damen, für alle Mütter dieser Welt! Ausnahmslos!!! Egal wie doof oder toll ihr die Mutter nebenan findet, auch die hat Muttertag! Und deshalb Mädels, lasst locker, geniesst die Zeit mit all den tollen Frauen in euren Leben, lasst jeden seinen Raum,  sein Glück selber zu finden und helft euch statt zu kritisieren!

In diesem Sinne wünsche ich allen Mamas dieser Welt einen superschönen Muttertag und haltet zu zusammen Mädels, denn nur so können wir voneinander lernen, aneinander wachsen und uns weiterentwickeln !!!

Ich drücke euch !!!

Und ach, was ich noch sagen wollte, dieser ganze Blogpost trifft selbstverständlich nicht auf mich zu, denn meine Kinder sind perfekt, mein Mann auch, mein Haushalt auch, mein Körper auch und ich bin perfekter als perfekt, und sollte jemand anderer Meinung sein, so möge er es für sich behalten, ich will das nicht hören, erzählt mir lieber, wie toll ich bin und ich werde euch für immer lieb haben!!!

Eure Dani

Book Muttertag

Buchtipp zum Muttertag

 

Hallo ihr Lieben!

Am Sonntag ist ja bekanntlich Muttertag! Seit drei Tagen sage ich das meinen Kindern jeden Tag. Ich will auch gar keinen Fall, dass sie es womöglich vergessen. Ich will Geschenke!!! Früher hat sich der Kindergarten oder die Schule um Geschenke gekümmert und jedes Gedicht und jedes noch so schief ausgeschnittenen Herz brachte mich zum Heulen. Das waren noch Zeiten, die sind leider vorbei und deshalb muss ich mich jetzt selbst darum kümmern. Ich gehöre nicht zu der Fraktion Mamas die an diesen Tag nichts wollen oder den Muttertag als ein Konsumfest für Gärtner und Konditoren verschmähen! Da bin ich nicht so bescheiden. In Gegenteil, ich finde es gibt viel zu wenig Feste an denen den Mamas etwas geschenkt wird! Ich finde, ich leiste hier hervorragende Arbeit, lasse mir keine Überstunden auszahlen, hab kein Urlaubsgeld, bin super flexibel und die meiste Zeit gut drauf. Ausserdem packe ich jedes Jahr Tonnen von Geschenken, man denke nur mal an meine selbstgemachte Adventskalender. Wer, wenn nicht ich, sollte eigentlich öfters beschenkt werden?  Jeder ist seines Glückes Schmied und willst du Geschenke dann wünsch sie dir! Ist also ganz einfach!

Und nein, es geht mir nicht ums Materielle, es geht einzig und allein um die Wertschätzung, die hier ab und an zu kurz kommt! Bei der Art der Geschenke bin ich ja auch völlig flexibel, das überlasse ich der Kreativität und den Geldbeutel meiner Jungs. Ich freu mich über alles! Hauptsache man macht sich mal Gedanken über die Mama! Und ich denke da auch an meine zukünftigen Schwiegertöchter, die davon profitieren könnten, dass meine Jungs früh gelernt haben, wie man Frauenherzen höher schlagen lässt. Nicht umsonst heisst es ja, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und auch die Liebe, wie ich finde.

Und falls ihr noch ein Geschenk für den Muttertag braucht, dann habe ich heute einen wunderbaren Buchtipp für euch. Ein Buch über 3 sehr lange Frauenleben und über all das Schöne und nicht so Schöne was das Leben als Frau so mit sich bringt!

Anne Gesthuysen erzählt in ihrem Buch „Wir sind doch Schwestern“ die Lebensgeschichte ihrer drei Großtanten. Das macht das Buch auch zu etwas ganz Besonderen, denn es ist nicht nur eine Geschichte, diese Geschichte wurde gelebt!

Im Mittelpunkt des Romans stehen die drei Schwestern Gertrud, Paula und Katty. Sie treffen sich, anlässlich des bevorstehenden 100sten Geburtstages von Gertrud, auf den Tellermannhof am Niederrhein, den Katty bewirtschaftet. Gertrud ist noch sehr rüstig, hört aber nicht mehr so gut. Paula ist 98 Jahre alt und fast blind. Sie war schon immer die ausgeglichenste der drei Schwestern und hat oft die Rolle des Streitschlichters. Katty ist mit 84 Jahren die Jüngste, fühlt sich auch wesentlich jünger und ist auf jedem Fest die Letzte!

Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich und genauso unterschiedlich verlaufen auch ihre Leben. Gemeinsam erleben sich ein Jahrhundert miteinander, dass durch Weltkriege, vielen Traditionen und einer konservativen Gesellschaft geprägt war. Sie haben es es alle drei nicht einfach, doch mit viel Lebensfreude, Humor, starken Kaffee und ein paar Schnäpschen meistern sie ihr Leben!

Ich mag das Buch sehr! Es berührt mich, es ist lustig und traurig und es lässt mich ehrfürchtig zurück vor so viel Leben! Es ist leicht und unterhaltsam geschrieben, in kurzen Kapiteln mit vielen Rückblenden. Eine wirklich tolle Familiengeschichte und ein Stück Zeitgeschichte noch dazu. Und es ist auch eine Geschichte über das Älterwerden, Altersstarrsinn, gesellschaftlichen Druck, nicht aufgearbeitete Geschehnisse und Geschwisterliebe! 282 Jahre Leben. Sehr stark, ich liebe es!

Ich bin gespannt was in meinem Leben noch so alles auf mich zukommt und ich bin mir sicher am Sonntag  kommen erst mal Geschenke. Heute morgen noch habe ich meine Jungs mal wieder darauf hingewiesen, sie mögen doch bitte an Sonntag denke. Nachdem bis dato kein Kind ein Geschenk hat, habe ich einen kleinen Zusatz als Motivation hinzugefügt :“Jungs, ihr wisst, ihr habt nächsten Monat alle Geburtstag?“ (das stimmt übrigens wirklich, alle meine Kinder sind im Juni geboren) Ich sehe das übrigens nicht als Erpressung, zwischen Erpressung und Motivation ist doch wohl noch  ein Unterschied, oder?

Gesetzt den unwahrscheinlichen Fall ich bekomme am Sonntag nichts, dann ist es nicht so schlimm. Ich probiere es einfach nächstes Jahr wieder und wieder und wieder, bis es der Letzte in unserer Familie geschnallt hat. Und außerdem gehe ich dann am Montag in die Stadt und kaufe mir was ganz Tolles, schließlich muss ich ja schauen wo ich bleibe. Und da wären wir wieder bei, jeder ist seines Glückes Schmied !!!

Eure Dani