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Dani

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Zeugnisse, Schule und Vertrauen

Vor ab schon mal eine kleine Warnung, der heutige Text ist sehr lang und persönlich und ich habe ein wenig gehadert ihn zu veröffentlich. Aber es musste raus, weil mich der Umgang mit diesem Thema oft wütend macht und auch traurig und ich auch glaube, dass es vielen von euch so geht!

Gestern gab es Zeugnisse. Bei uns daheim war das lange kein so schöner Tag. Während bei dem einem Kind, das Zeugnis immer super war, sah es bei seinen Brüdern nicht so rosig aus. 

Ich muss ein bisschen ausholen. Die Grundschule lief bei allen drei Jungs mehr als gut und ohne viel Zutun von uns Eltern kamen die Großen mit 1er-Schnitten auf eigenen Wunsch aufs Gymnasium. Der Karriere als Rechtsanwälte und Ärzte stand also nichts im Wege. Na gut, natürlich wussten wir, sie werden mit dem wenigen Arbeitsaufwand keine Musterschüler aber was auf dem Gymnasium folgte war das reinste Desaster, anders kann ich es leider nicht bezeichnen.

Die Arbeitseinstellung wurde immer schlechter und die Noten ebenfalls. Egal wie motivierend wir als Eltern helfen wollten, Nachhilfe zahlten, Gespräche mit den Lehrern führten, nichts half. Wir haben versucht nicht zuviel Druck aufzubauen und den richtigen Ton zu treffen, was immer eine Gratwanderung war. Es gelang uns nicht sie zu motivieren und sie blieben im gleichen Jahr gemeinsam in der 6ten bzw. 8ten sitzen. Auf diesem Gymnasium waren wir eine der wenigen Familien ever denen das geglückt ist. Gibt Schöneres im Leben. Und nach langen Diskussionen gaben die Jungs auf und gingen Mitte der 8ten bzw. nach Beendigung der 6ten auf die Realschule. Der Kleine entschied sich dann trotz megaguter Noten für die Realschule. Nun waren sie also alle auf der Realschule und wir atmeten erst mal auf. Und atmeten durch. Die Noten wurden nicht so viel besser, aber keiner war mehr versetzungsgefährdet und die Jungs waren glücklicher.

Warum ich das heute schreibe? Ich weiß, dass viele Eltern und Kinder enorm unter Druck stehen, ohne Abi ist man heute Nichts. Viele Eltern, die Kinder haben, bei denen es läuft und auch die Gesellschaft im Allgemeinen, lassen es die Eltern und Kinder auch deutlich spüren. Dann kommen dann so nett gemeinte Sätze wie, naja ist doch nicht schlimm, es kann ja auch nicht jeder Abi machen, es muss ja auch noch Handwerker geben. Klar, solange es nicht das eigene Kind ist. 

Als vor ein paar Monaten die Pandemie losging, war in der Presse nur was von den armen Abiturienten die Rede, die um ihr gutes Abi bangten. Das machte mich so wütend, es gab auch noch Real-und Hauptschüler die ohne Vorbereitung in die Prüfung mussten und auch hier entscheiden die Noten über eine gute oder schlechte Ausbildungsstelle oder das Weitermachen auf höheren Schulen. Und auch sie haben sich auf eine tolle Abschlussfeier und – fahrt gefreut. Aber egal, nicht so wichtig, machen ja schließlich kein Abi. Ich hätte heulen und schreien können, gleichzeitig !

Jetzt sind wir mal ehrlich und schauen uns in unseren näheren Bekanntenkreis um. Wir haben Menschen, die studiert haben und glücklich oder auch unglücklich mit ihrem Leben sind. Wir haben Menschen, die nicht studiert haben und glücklich oder unglücklich sind. 

Und ganz tief drin in unseren Herzen, wissen wir genau, obwohl wir es nicht wahrhaben wollen, das Leben ist nun mal das, was man daraus macht. Ein gutes Zeugnis kann helfen aber es macht aus einem Kind weder einen besseren noch einen glücklicheren Erwachsenen. Aber der Umgang mit dem Leben, mit dem Versagen, mit dem nicht erreichen von Zielen und das Vertrauen, dass man gut genug ist, egal wie das Zeugnis ausfällt, das macht den Unterschied. 

Zu wissen, dass man geliebt wird, so wie man ist, dass Fehler passieren, aber eben nicht das Ende der Welt sind, das schafft Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Schule war und ist bei uns immer noch ein Thema aber es war niemals, zu keinem Zeitpunkt, das Hauptthema. Ich habe mich stur geweigert es zum Hauptthema zu machen. Man hat darüber gesprochen ( und auch mal etwas lauter) , hat nach Möglichkeiten gesucht es anders zu machen und damit war dann Ende Gelände! Den Rest des Tages ging es um andere Themen. Meine Hauptthemen waren immer aus meinen Jungs selbstständige Erwachsene zu machen, die Vertrauen in sich und in das Leben haben, die fröhlich sind und mit ihrer Familie Spaß haben, die freundlich sind zu anderen und auch zu sich selbst.

Es war und ist nicht einfach. Vieles ist schiefgelaufen aber auch das war gut so. Es hat uns als Familie toleranter gemacht und stärker. Wir haben alle gelernt, dass uns die Meinung anderer nichts angeht. Egal ob andere unseren Weg nicht gut finden, es besser wissen oder urteilen, es ist uns egal, denn nur wir wissen wie es uns wirklich geht und was uns gut tut. Wir sind entspannt und lieben unser Leben. 

Als unsere Jungs sitzengeblieben sind und die Zeugnisse nach Hause gebracht haben, haben beide zu mir gesagt, dass es ihnen ganz arg leid tut, mich so zu enttäuschen. Ich habe so furchtbar geweint, nicht wegen diesen scheiss Zeugnissen, sondern weil sie gedacht haben, sie könnten mich mit Noten enttäuschen und ich habe geweint, weil ich wusste, wie sie sich fühlen. Das erste Mal so richtig das Gefühl von Versagen zu spüren, nicht gut genug zu sein und Angst zu haben, wie es weitergeht. In ihnen ist an diesem Tag etwas zerbrochen und es war jetzt an uns Eltern es wieder ganz zu machen. 

Wir haben sie in den Arm genommen, ihnen erklärt, dass ihre Noten nichts mit unserer Liebe zu ihnen zu tun haben, dass wir es schon wieder hinbekommen werden und dass wir, wie jedes Jahr, erst mal fett essen gehen und feiern. Was wir denn feiern sollen, haben sie gefragt? Dass ihr jeden Tag in die Schule gegangen seid, obwohl ihr keine Lust hattet, dass ihr in Verhalten und Mitarbeit (und Sport) eine zwei habt, dass ihr trotz den ganzen Druck in der Schule nett und freundlich zu euren Mitschülern und euren Lehrern seid und dass für uns Eltern jeder Tag, am Ende des Tages, ein Fest ist!

Wir haben vertraut und geholfen und gebangt und gehofft, dass alles gut wird. Der Große hat trotz nicht so guter Noten seine Mittlere Reife gemacht, seine Traumlehrstelle gefunden, ist nach einem Jahr Lehre super glücklich und hat wieder gute Noten. Der Mittlere macht nächstes Jahr seine Mittlere Reife und wenn es weiter so gut läuft , macht er weiter mit der Schule und wenn er will schafft er auch das Abi. Der Kleine hat immer noch super Noten und eine Belobigung . 3 Jungs, eine Familie, und jeder geht anders seinen Weg.

Ich weiß, dass viele in meinem Umkreis gedacht haben oder immer noch denken, ich hätte bei meinen Jungs die berühmte rosa-rote Brille auf. Aber zwischen der rosa-roten Brille und Vertrauen gibt es einen entscheidenden Unterschied. Während die Brille keinen Platz für Reflexion zulässt, geht es beim Vertrauen um die Auseinandersetzung mit der Situation und wie wir mit ihr umgehen. Wir vertrauen darauf, dass wir einen Weg finden, wir hören darauf, wie es unseren Kindern geht und was sie möchten, wir akzeptieren ihre jetzigen Möglichkeiten und Talente und versuchen sie da abzuholen, wo sie gerade sind. 

Ich weiß nicht, was aus unseren Jungs wird, ich weiß nicht ob sie beruflich wie privat glücklich werden, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aber ich weiß, dass ich froh bin, dass das Thema Schule unsere Beziehung als Familie nie vergiftet hat. Ich werde meine Jungs nicht mehr lange bei mir haben und das ist gut so. Aber ich kann super gut loslassen, denn wir haben unsere gemeinsame Zeit genutzt und genossen  und was sie, mit oder ohne Abi, aus ihren Leben machen, liegt dann ganz alleine in ihren Händen.

Wir können das Leben unserer Kinder nicht komplett regeln, auch wenn wir als Eltern nichts anderes wollen, als ihnen Leid zu ersparen. Wir müssen lernen, dass unsere Träume nicht immer die Träume unserer Kinder sind. Manchmal kann man nur zuschauen wie sie Fehler machen und helfen wenn sie es zulassen. Manches muss man einfach nur aussitzen und geduldig sein. 

Habt Vertrauen in eure Kinder und habt Vertrauen in eure Fähigkeiten als Eltern. Ihr macht mit Sicherheit jeden Tag einen guten Job und auch wenn wir als Eltern Fehler machen, wir haben zu jedem Zeitpunkt unser Bestes gegeben und wir konnten es nicht besser. Lasst eure Kinder Abi machen, wenn sie Spaß an der Schule haben und ehrgeizig sind, unterstützt sie und baut sie auf, wenn es nicht so läuft. Feiert , wenn sie die Hauptschule oder die Realschule geschafft haben, feiert gute und schlechte Zeugnisse, man findet immer was Gutes in jeder Situation. Meine Kinder lieben mich obwohl ich (noch) keinen Nobelpreis gewonnen hab und nicht studiert hab. Wir wissen alle warum wir unsere Kinder lieben und ganz ehrlich, bestimmt nicht wegen den Zeugnissen. 

Danke fürs Zuhören!

Eure Dani

Food

Kokoskuchen mit Obst und Kokosblütenzucker

Der Sommer ist eigentlich nicht die von mir favorisierte Zeit zum Backen. Ich liebe jegliche Art von Sommerobst vor allem Melonen und Aprikosen, da brauche ich dann meistens keinen Kuchen um meine süßen Gelüste zu Stillen.

Jetzt blühen gerade bei uns im Garten wunderbare essbare Blumen. Ich hab die nicht ausgestreut, was Garten anbelangt bin ich ein -Null, aber andere Familienmitglieder sind da ambitionierter. Zum Glück sind wir ja eine  Familie und so gehören diese wunderbaren Blumen automatisch auch mir. Und da ich diese Blumen sehr dekorativ finde, dachte ich mir, ab in die Küche, da machen wir mal einen schön aussehenden Kuchen.

Obstkuchen bietet sich an, Blechkuchen geht schnell und Kokosblütenzucker wollte ich schon lange mal als Zuckerersatz ausprobieren. 

Achtung, Vorsicht, jetzt kommt gefährliches Halbwissen aus dem Internet, da ich ja von sowas keine Ahnung habe. Ich habe gelesen, Kokosblütenzucker hat einen niedrigeren glykämischen Index als normaler Zucker, d.h. der Blutzuckerspiegel steigt kaum an und macht somit länger satt. Außerdem enthält er im Gegensatz zum Zucker Vitamine und Mineralstoffe, er ist also gesünder und kann 1:1 die Menge vom Zucker ersetzten. Die Kaloriemenge ist aber fast die gleiche. Aber lest es bitte nochmal nach falls es euch interessiert. 

 

 

Was aber den Kokosblütenzucker für mich interessant macht ist sein Geschmack. Er schmeckt gar nicht nach Kokos sondern hat einen eher karamelliegen Geschmack und riecht auch sehr lecker.

Wenn man jetzt Blüten, Obst und Kokosblütenzucker zu einem Kuchen verarbeiten will, dann kommt das hier dabei raus: ein schnell gemachter und instagrammtauglicher Kuchen, den ich, von der Dekoration so ähnlich, bei Instagram gesehen hab. 

Kokosblechkuchen mit Obst

Zutaten:

Teig:

  • 450g Mehl 
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 g Kokosblütenzucker
  • 4 Eier
  • 250 ml Kokosmilch
  • 150 g Kokosraspeln + etwas Raspeln zum drüberstreuen

Belag:

  • 400 ml Sahne
  • 2 Sahnesteif
  • 400 g Schmand
  • Obst z.B. 2 Aprikosen / 1 Kiwi / Handvoll Himbeeren und Blaubeeren
  • essbare Blüten (gibt es auch beim Gärtner)

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 

Eier und Zucker mit einem Rührgerät ca. 4-5 Minuten aufschlagen. Mehl und Backpulver mischen und dazusieben. Kurz umrühren. Kokosmilch während des Rührens langsam reingießen und zum Schluss die Kokosflocken kurz unterrühren. Auf dem Backblech verteilen und für 15-20 Minuten im den Backofen geben. Stäbchenprobe machen.

Früchte und Blumen waschen. Aprikosen und Kiwi in Scheiben schneiden. 

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und den Schmand kurz unterrühren. Wer es süßer mag, kann ein bisschen Zucker zufügen, mir war es süß genug.

Kuchen aus den Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Mit der Sahnecreme bestreichen, mit dem Obst und den Blumen dekorieren und mit Kokosraspeln bestreuen.

Ihr wollt jetzt bestimmt wissen wie er geschmeckt hat? Sehr lecker! 

Mein Fazit:

-der Geschmack ist wirklich gut

-der Teig geht nicht so gut auf, was jetzt bei diesem Kuchen keine große Rolle spielt

-kann ich mir gut als Alternative für Süßspeise, Porridge oder Kekse vorstellen

Ich denke, ich werde in Zukunft den Kokosblütenzucker öfters verwenden, da mich der Geschmack überzeugt hat. 

 

Heute Nachmittag werde ich mit noch zu meinem Kaffee auf der Terrasse das letzte Stück genehmigen. 

Das Leben ist schön und halt noch schöner mit Kuchen.

Eure Dani

 

Food Rezepte

Essen mit Freunden, gebackene Kartoffeln und ein Browniedessert

Wenn ich etwas in meinem Leben liebe, neben meiner Familie und der Tatsache, dass es mir wirklich gut geht, dann ist es wohl mein riesiger Freundes- und Bekanntenkreis. Ich bin es gewöhnt mit vielen Menschen zusammen zu sein, Essen zu gehen, Geburtstage zu feiern oder gemütlich auf der Terrasse zu sitzen.

Da ich aber auch wunderbar mit mir alleine kann und auch die Versorgung meiner Familie viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es gar nicht so einfach alles unter einen Hut zu bringen. Oft bin ich einfach nur müde um mich mit jemanden zu treffen oder habe eigene Projekte, die ich voranbringen will, da fehlt dann die Zeit für Freunde. Aber macht ja nichts, dann trifft man sich halt ein anderes Mal.

Vor Corona war das alles ja auch gar kein Problem. Und auf einmal ging das nicht mehr. Menschen zu treffen, die nicht zur Familie gehörten, war auf einmal nicht mehr drin. 

Während ich die erste Zeit ohne Termine sehr genossen habe wurde es mit der Zeit immer seltsamer meine Freunde nicht mehr zu sehen. Klar, man hat viel telefoniert und Videotreffen vereinbart, aber es ist halt nicht das Gleiche. Physisch zusammen zu sein, zu feiern oder auch intensive Gespräche zu führen hat eben eine ganz eigene Qualität.

Freunde zu haben ist für mich genauso selbstverständlich wie atmen. Aber genau das ist es eigentlich ganz und gar nicht. Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen einen mögen, es ist auch nicht selbstverständlich, dass sie einen ganz nah an sich heran lassen und es ist auch nicht selbstverständlich, dass sie helfen, wenn man Hilfe braucht und ein offenes Ohr haben, wenn es einem schlecht geht. 

Ich habe während des Lockdowns oft darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, diese Menschen nicht mehr in meinem Leben zu haben. Es wäre einfach nur grauenvoll und mein Leben wäre ganz schön öde!

Und jetzt bin ich sowas von froh alle wieder zu sehen und mit ihnen eine gute Zeit zu verbringen. Ich finde es schön, dass wir wieder bei gutem Essen  miteinander fröhlich sein können. Und deshalb habe ich auch wieder eingeladen. 

Es gab gebackene Kartoffeln, Dips, verschiedene Beilagen, Salat und ein Browniedessert. Es lässt sich fast alles am Vortag vorbereiten und man kann das Gemüse und die Früchte für den Nachtisch saisonal wählen. Der große Vorteil dieses Essens ist, dass sich jeder zu den Kartoffeln nehmen kann was er mag. Da wird ein Fleischesser genauso froh wie der Vegetarier. Das Essen ist für ca. 6 -8 Personen je nachdem was für starke Esser ihr habt.

 

Gebackene Kartoffeln 

Zutaten:

  • 2 große Kartoffeln (Sorte:weichkochend) pro Person
  • Olivenöl
  • Salz/ Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch

Backblech

Zubereitung:

Backofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen

Die Kartoffeln gut waschen und halbieren. Mit einem Messer vorsichtig rautenförmig einschneiden, damit ihr nicht die Schale durchschneidet. In eine Schüssel geben, Öl, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut durchmischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln mit der Schale nach unten verteilen. Im Backofen ca. 45 min backen.

Schnittlauch waschen, trockentupfen und klein hacken. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, mit Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.

 

Ajvar Dip

Zutaten:

  • 1 Packung Doppelrahmfrischkäse (ca. 175 g)
  • 4 EL Ajvar Mittelscharf
  • 2 geröstete Paprika aus dem Glas
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Frischkäse und Ajvar mischen. Paprika fein würfeln und dazugeben. Knoblauch schälen und mit einer Knoblauchpresse dazu pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten Schmand Dip

Zutaten:

  • 200 gr Schmand
  • 5 getrocknete, eingelegte Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Tl Harissa
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten fein würfeln und mit den restlichen Zutaten mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado Wasabi Quark

Zutaten:

  • 1 Avocado
  • 200 gr Magerquark
  • 1 kleine Tomate
  • ca. 100 gr Salatgurke
  • 1 El Wasabi (wer schärfer mag auch mehr)
  • 2 El Zitronensaft
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Avocado halbieren, Kern und Schale entfernen und die Avocado mit einer Gabel zerdrücken. Tomate und geschälte Salatgurke würfeln. Alle Zutaten miteinander gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Damit die Avocado nicht die Farbe verliert, den Kern dazugeben.

Ofengemüse (ca. 1,5 Kilo)

Zutaten:

  • 500 gr rote Spitzpaprika (ca. 6 Stück)
  • 300 gr braune Champignons
  • 700 gr Spargel
  • Olivenöl
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Das Gemüse waschen. Den Strunk der Paprika abschneiden und die Paprika entkernen, halbieren und in Streifen schneiden.

Champignons vierteln.

Das untere Ende der Spargel etwas abschälen.

Das Gemüse nebeneinander auf  2 mit Backpapier ausgelegten Backbleche legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 15 Minuten backen.

Gebratenen Chorizowürste und Speck

Zutaten:

  • ca. 8 Stück Chorizowürste
  • 500 gr Speck
  • etwas Rapsöl

Zubereitung:

Die Würste in Scheiben schneiden und den Speck würfeln. Beides nacheinander in etwas Olivenöl anbraten.

Dazu passt ein grüner Salat oder ein Zupfsalat. So und jetzt noch das Dessert. Ich habe hier aus Zeitgründen gekaufte Brownie verwendet, aber ihr könnt auch gerne selberbacken.

Brownie Dessert

Zutaten:

  • 700 gr Erdbeeren 
  • 500 gr Mascarpone 
  • 400 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 3 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 kleines Päckchen Pistazien

Zubereitung:

Erbeeren waschen, den Strunk entferne und halbieren.

Für die Erdbeersoße 200 gr Erdbeeren in eine Schüssel geben, mit 1 Päckchen Vanillezucker und Zitronensaft pürieren. Zur Seite stellen.

Schlagsahne mit Sahnesteif und 2 Päckchen Vanillezucker steif schlagen. Die Mascarpone dazugeben und kurz zusammenrühren.

Die Brownies würfeln und auf eine Servierplatte verteilen. Die Creme auf die Brownie geben ebenso die Erdbeeren. Mit Erdbeersoße übergießen und mit Pistazien garnieren.

Ich hoffe, ihr habt jetzt Lust bekommen auch eure Freunde zu einem gemütlichen Abendessen einzuladen. Tut es, denn unsere Freunden machen auch ganz viel für uns! Ich werde es in nächster Zeit auch wieder öfters machen. Es gibt nichts Schöneres für mich als mit Menschen zusammen zu sein, die ähnlich ticken wie ich und genauso inspirierend sind Menschen, die ganz anders sind und vielleicht auch eine ganz andere Einstellung zum Leben haben. 

Dass es Menschen gibt die mich einladen, die meine Gesellschaft genießen, die mich mögen und mich in ihre Welt lassen, dafür bin ich unendlich dankbar und kann es manchmal gar nicht glauben!

Ich liebe jeden einzelnen Menschen, der seine kostbare Lebenszeit mit mir verbringen will und hoffe, ich kann genauso viel zurückgeben wie ich bekomme.

Feiert schön miteinander!

Eure Dani

 

 

 

 

Allgemein

Corona, Studioumbau und wie geht’s weiter?

 

Es geht also langsam wieder los. Nach wochenlangem Stillstand scheint die Welt wieder Fahrt aufzunehmen, jede Woche bringt neue Lockerungen und neue, alte Freiheiten.

Wie die meisten Menschen in diesen Zeiten, wusste ich am Anfang der Krise nicht so recht, was ich mit diesem neuen Zustand anfangen soll. Da ich keine Virologin, Ärztin, Statistikerin oder Politikerin bin, blieb mir ja auch nichts anderes übrig als mich so gut es ging an die neue Situation anzupassen.

 

Meine erste Jahreshälfte von 2020 war sowieso recht bescheiden, erst lag ich im Januar mit einer fetten Bronchitis flach, danach hatte ich wochenlang einen super schmerzhaften Muskelfaserriss und dann einen fließenden Übergang in die Corona-Zeit. Alle meine Urlaubspläne sind dahin und alle beruflichen Pläne für dieses Jahr haben sich komplett aufgelöst. So weit, so schlecht!

Nun bin ich ja per se kein Mensch, der lange Angst oder schlechte Laune hat und beim Jammern fühle ich mich auch nicht wohl. So stand für mich von Anfang an fest, ich werde die Zeit nützen um mich neu aufzustellen. Trotz Krise bin ich sehr privilegiert, wir sind alle gesund, die Kinder schon recht groß , wir haben viel Platz und trotz Homeoffice und Homeschooling gingen wir uns eigentlich nicht auf die Nerven. Alle meine Familienmitglieder den ganzen Tag um mich herum zu haben, war entspannter als gedacht und von Langeweile waren wir ganz weit entfernt. 

Ich genoss die Zeit ohne Schulstress, ohne morgendlichen Druck pünktlich zu sein und die Hektik des Alltags. Wir hatte viele schöne Abende beim gemeinsamen Essen (was vor Corona eine Seltenheit war) und stundenlangen Filme schauen ohne schlechten Gewissen. Und ich hatte endlich Zeit mein Studio umzubauen und aufzuhübschen.

Da es bei mir zuhause eher praktisch und bei der Anzahl der Familienmitglieder eher chaotisch ist, wollte ich das Studio hell und feminin haben. Es sollte sich nicht wie ein Büro anfühlen sondern eher wie eine gemütliche Wohnung.

Ich bin eine passionierte Sammlerin und das sollte sich im Studio wiederspiegeln. Hier sollten all die unzähligen Dinge, die ich über Jahre auf Reisen und auf Flohmärkten gesammelt habe, ihren Platz finden.

Und damit all diese Dinge gut zur Geltung kommen, brauchte ich eine ruhige Bühne, die ich nach Lust und Laune umdekorieren kann. Weiß ist die vorherrschende Farbe der Möbel und mit neuen Kissen, Blumen und selbstgemalten Bildern sah der Raum schon ganz anders aus.

Meinen großen Tisch habe ich behalten obwohl ich lange über einen neuen, runden Tisch nachgedacht habe. Aber hier hat die Praktikerin, die ich ganz selten bin, gesiegt. Ich brauche einfach einen großen Tisch der funktional ist und an dem ich mich ausbreiten kann. Und er sollte am Fenster stehen damit ich in den wunderschönen Garten schauen kann. Hier entstehen meine meisten Pläne und hier werden hoffentlich bald auch wieder viele gemütliche Abende mit Freunden stattfinden.

 

Da bei mir das kreative Denken nie aufhört, verwachsen private Bereiche mit dem Geschäftsbereich und alles was ich sehe, anfasse oder spüre fließt in neue Inspirationen ein. Nichts ist für mich entspannter als eine schöne Umgebung, die Sicht auf schöne Dinge und Raum fürs Arbeiten, Kreativität, Kunst und Menschen. Mein Zuhause ist da wo meine Familie ist aber im Studio fällt der Alltag von mir ab und ich fühle mich ganz leicht und ruhig. Es ist wie Urlaub!

 

Ich würde euch gerne erzählen, wie es bei mir weitergeht, ich kann es leider nicht. Ich weiß es einfach nicht. Gerade stecke ich noch im Planungsprozess. Ich überlege, verwerfe, fange neu an. Ich lerne jeden Tag aufs Neue, beschäftige mich Sachen von den ich keine Ahnung habe und vieles davon ist nicht so spassig sondern halt eben Arbeit. Mir raucht 20x am Tag der Kopf aber meine Ärmel sind ganz weit nach oben gekrempelt und ich werde mich schon irgendwie durchkämpfen. 

Wollt ihr wissen was in meinem Kopf vorgeht? Kleine Kostprobe vielleicht? Okay aber nur eine kleine, ich will euch nicht gleich mit meinen ganzen Hirn überfordern:

  • kann ich einen Podcast machen obwohl ich furchtbar schwäble?
  • wie nehme ich Videos auf? Welche Kamera? Welches Mikro? Welche Musik? Wie schneiden?
  • wie verlege ich ein selbstgeschriebenes Buch?
  • wie funktionieren E-books
  • bleibt der Blog oder mache ich nur noch Insta?
  • wie werde ich reich, berühmt und schön ohne Sport, Diät und Beautydoc?

Ihr seht, es gibt viel zu tun, wer hat da schon Zeit für schlechte Laune und jammern? Ich nicht!

Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt ein bisschen was zu dekorieren, dann kauft euch ein paar neue Kissen, schöne Blumen und macht es euch schön. Wir können die äußeren Umstände gerade nicht ändern aber wir können unser Zuhause mit schönen Dingen und viel Liebe füllen.

Eure Dani

 

 

Food Rezepte

Granola, ein wiederkehrender Traum und der Himalaya

 

Wer mich kennt weiß, dass ich kein großer Frühstücker bin. Morgens habe ich so gar keinen Hunger und ausser Kaffee geht da nicht viel. Sonntag ist so ziemlich der einzige Tag an dem ich mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehme und dann geniesse ich es auch. Da gibt es dann frische Brötchen, Rührei, Obst und Granola. Da ich leider nur ein selbstgemachtes Granola mag muss ich in regelmässigen Anständen Granola auf Vorrat machen. Wobei Vorrat bei uns ein starkes Wort ist, da alles ziemlich schnell weg kommt. Deshalb frühstücke ich Granola nicht nur sondern esse es auch mal zwischendurch oder auch Abends. Hier gilt ganz klar, solange der Vorrat reicht…

Mein Granolarezept ist mein absolutes Lieblingsrezept und reicht für 2 große Vorratsgläser. Da hält es sich auch 3-4 Wochen, theoretisch !

 

 

Granola

2 große Vorratsgläser

2 Backblech

Zutaten:

  • 500 g Haferflocken (zart)
  • 400 g gemischte Nüsse
  • 200 g Kokosflocken
  • 4 Tl Zimt
  • 200 ml Ahornsirup
  • 400 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung : 

Backofen auf 180 ° C  Umluft vorheizen. Die Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Nüsse kleiner hacken. Alle trockenen Zutaten mit den Nüssen in eine Schüssel geben und umrühren. Öl und Sirup dazugeben und gut verrühren bis sich die Zutaten verbunden haben.

Auf den Blechen verteilen und ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, umrühren und für weitere 10 Minuten backen. Die Granola sollte nicht zu braun werden, dann wird sie bitter. 

Aus den Ofen nehmen, abkühlen lassen und auf die Vorratsgläser verteilen.

 

Variationen: (1 Portion )

Obst-Joghurt

Zutaten:

  • 150 g Joghurt
  • 150 g Obst (z.B. Melone, Ananas, Kokosnuss)
  • 1 El Granatapfelkerne

Zubereitung:

Obst in kleine Stücke schneiden und mit Joghurt und  Granola in ein Glas schichten. Mit Granatapfelkerne bestreuen.

 

 

Banane-Schoko 

Zutaten:

  • 1 Banane
  • 100- 150 ml Mandelmilch
  • 1 El Zartbitter-oder Vollmilchraspeln

Zubereitung:

Banane schälen und halbieren. Auf einen tiefen Teller geben und mit Granola und Milch servieren. Mit Schokoraspeln bestreuen.

 

 

Gebratenes Obst 

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 10 Trauben (kernlos)
  • 1 Tl Butter
  • 1 Tl brauner Zucker
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Apfel waschen, entkernen und grob würfeln. Trauben waschen und halbieren. Butter in einer Pfanne zerlassen, das Obst dazugeben und kurz anbraten. Zucker darüberstreuen und ca. 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Obst mit Granola und Joghurt servieren und mit Zimt bestreuen.

 

 

Ob jetzt Granola gesund ist oder nicht, dass weiß ich gar nicht so genau, aber es schmeckt! Aber Sport ist gesund meistens jedenfalls. Also ich persönlich schau mir lieber Sport an als dass ich ihn selber mache. Letzte Woche war ich in der Liederhalle in Stuttgart und hab mir auf grosser Leinwand die European Outdoor Filmtour angeschaut. Völlig verrückt, was manche Menschen sich trauen und wie fit sie sind. Ich mach Yoga, sonst nix, wandern oder spaziererlaufen langweilt mich und joggen ist viel zu anstrengend. Ich empfinde es als total schön, auf einem Berg zu stehen und die Aussicht und den Kaiserschmarren zu geniessen, es macht aber für mich keinen Unterschied ob ich den Berg raufgewandert oder mit dem Auto gefahren bin. 

Mit 20 hatte ich den Traum, irgendwann einmal in meinem Leben im Himalaya zu wandern vielleicht sogar den Mount Everest zu besteigen. Mit 40 habe ich mich von diesen Traum komplett verabschiedet und für mich beschlossen, der Mount Everest sieht mich nur, wenn da mal eine Gondel steht.

Jetzt sitze ich da gemütlich in der Liederhalle und schaue den jungen Franzosen Eliott Schonfeld zu, wie er den Himalaya von West nach Ost durchquert. An für sich schon mega cool, aber, und hier kommt wieder mein Traum vom Himalaya ins Spiel, sein Wegbegleiter ist sein Pferd Robert! Ich saß da und dachte, natürlich, wie konnte ich nicht selbst darauf kommen, ich muss nicht laufen, ich reite! Okay, Elliot ist nicht geritten, weil das Pferd sein Gepäck getragen hat, aber ich brauch da nicht so viel, da kann ich dann locker reiten. 

Und jetzt, haltet euch fest, ich könnte sogar zum Nordpol und zwar mit Schlittenhunden. Ganz ehrlich, da eröffneten sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten und ich kann nicht glauben, dass ich da nicht früher draufgekommen bin!!! Mal wieder ein neuer Beweis dafür, dass man seine Träume auf gar keinen Fall aufgeben soll, man muss nur seinen eigenen Weg finden.

Ihr wißt natürlich jetzt ganz genau was jetzt kommt, ich brauch ein Pferd. Weihnachten steht vor der Tür, ich wünsch mir einfach eins. Aber keinen so einen edlen Lipizzaner sondern einen soliden Lastengaul, der mich safe durch Gebirge bringt. Und ich nenne es Reinhold, zu Ehren von Reinhold Messner.

Dann werden Reinhold und ich den Himalaya stürmen. Vielleicht sollte ich mir noch eine Sauerstoffmaske wünschen, wahlweise für Reinhold oder für mich, falls wir doch mal ausser Atem sind. Und ich brauche noch einen Gutschein vom Decathlon, ich brauch ja neue Klamotten, ich möchte ja auch im Himalaya gut aussehen.

Liebe Leute ich kann euch sagen, das wird ein mega Weihnachten, ich freu mich!

Eure Dani

P.S. Gebt niemals eure Träume auf, niemals! TSCHAKKA!!!!!