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Geburtstag und Corona

 

So meine Lieben, jetzt ist die erste Woche des Lockdown-Light auch schon wieder vorbei und ich hatte am Wochenende Geburtstag. Aus gegebenen Umständen hatte ich natürlich keine Party, was ein bisschen seltsam für mich war, denn ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten Geburtstag ohne meine Mädels gefeiert habe. Muss schon 30 Jahre her sein!

Wie jedes Jahr, kurz vor meinem Geburtstag, ziehe ich mich ein wenig zurück und denke über mein vergangenes Lebensjahr nach. Ich ziehe Bilanz, was war gut, was war nicht so gut, was könnte ich besser machen! Während ich letzten November ganz zuversichtlich und voller Vorfreude in mein neues Jahr gestartet bin, haben sich im Laufe des Jahres alle beruflichen Pläne zerschlagen. Und dann geriet nicht nur meine kleine Welt aus den Fugen, sondern die ganze Welt, also der ganze, komplette Planet!

Und je länger Corona anhielt, desto seltsamer wurde die Welt um mich herum. Während ich mir am Anfang noch ganz viele Gedanken gemacht habe und viel mit anderen Menschen über Corona diskutiert habe, versuche ich es inzwischen weitgehend zu vermeiden. Wenn man mit 10 Menschen über Corona redet, kommen 10 verschiedene Meinungen dabei heraus und jeder fühlt sich im Recht. Aber jeder hat nun mal eine andere Sicht auf die Welt, die geprägt ist von den Umständen in denen man lebt, von vergangenen Erfahrungen und dem Charakter.

Ich bin überzeugt davon, dass Corona Ängste und Unsicherheiten und den Umgang damit nur noch verstärkt. Wenn jemand vor Corona schon ängstlich war und sich ständig Sorgen gemacht hat, dann wird er jetzt nur noch ängstlicher. Menschen, die alles unter Kontrolle haben wollen und ihr Leben gerne planen, verstehen die Welt nicht mehr und können mit der neuen Unsicherheit gar nicht umgehen. Die, die dagegen sind, gegen was auch immer, waren schon vor Corona dagegen und hatten schon vorher das Gefühl, dass das Leben ungerecht ist und sie eigentlich gar nichts dafür können. Und dann gibt es noch die, die versuchen, das Beste aus der Situation zu machen, die plötzlich Chancen entdecken, für sich, für die Umwelt, die kreativ werden, neue Wege suchen und trotzdem gute Laune haben. Ich meine das alles gar nicht wertend, den jeder hat nun mal eine andere Ausgangssituation.

Aber ich kann noch so viel diskutieren, am Ende läuft es auf das Eine hinaus, ich suche mir meinen Weg und gehe noch mehr in die Eigenverantwortung für mein Leben. 

Da mein soziales Leben, genauso wie bei ganz vielen Menschen, relativ brach liegt, habe ich genug Zeit um nachzudenken. Da keiner weiß, wie lange Corona noch existiert, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf das Jetzt zu konzertieren. Ich stehe jeden Morgen weiterhin gutgelaunt auf und freu mich wie Bolle auf den Tag. Corona ist jeden Morgen da, ob wir jetzt gute Laune haben oder nicht. Ich lese Bücher über neue Visionen für die Zukunft und  über nachhaltiges Leben, denn da kann ich aktiv mitmachen. Ich höre Podcast von Menschen, die Chancen in der Zukunft sehen, überlege mir Projekte und Locals, die unterstützen kann. Und glaubt mir, wenn ihr das auch macht, geht es euch danach viel besser! Da die Adventszeit auch schon vor der Tür steht, kann ich euch die nächsten Wochen mit Wohlfühlrezepten und Dekoideen versorgen, damit ihr es daheim schön habt, aber mit welcher Laune ihr morgens aufsteht und wie ihr die Coronazeit nutzen wollt, ist euere eigene Entscheidung!

Jetzt ist die Zeit um nachzudenken, was oder wen man in seinem Leben braucht und sich von Sachen (oder auch von Menschen) zu trennen, die einem nicht gut tun oder weiterbringen. Ich lasse keine negativen Vibes an mich ran, ich brauche meine Energie für andere Dinge. Ich habe schon immer ein unerschütterliches Vertrauen in das gute, kreative und schöne im Menschen und in das Leben, und ich werde einfach weiter daran glauben. 

Ich kann Corona nicht wegzaubern, ich kann die Welt nicht gerechter machen und ich kann vieles was geschieht nicht besser machen. Aber ich kann locker mein Ego ablegen um mich in meine Mitmenschen zu investieren, ich kann respektvoll mit Menschen umgehen, die gerade Angst haben, mich solidarisch zeigen um Kunst, Kultur und das Gaststättengewerbe zu unterstützen. 

Ich vermisse es auch in den Urlaub zu fahren, ich vermisse es zu feiern, ich vermisse andere in den Arm zu nehmen und ich vermisse es mit meinen Mädels um die Häuser zu ziehen. Aber die Zeit wird wieder kommen, da bin ich mir sicher, weil es immer so ist und bis dahin arbeite ich an mir und nutze die Zeit um anderen zu helfen. 

Und ja , ich hatte einen tollen Geburtstag, ganz gemütlich, ganz unspektakulär, mit den Menschen, die ich so sehr liebe, mit meiner Familie und ich war erfüllt von tiefster Dankbarkeit sie an diesem Tag gesund und munter bei mir zu haben.

Ich schließe nun meinen Monolog mit einem meiner Lieblingssprüche (von Mutter Teresa) ab:

Wenn du die Welt verändern willst, dann geh nach Hause und liebe deine Familie!

Und wenn wir nun alle genau das tun, dann schaffen wir bis Weihnachten den Weltfrieden! Ganz bestimmt! Es ist nun mal eine Zeit, die wir und die ganze Welt so noch nicht erlebt haben. Lasst euch die Lebensfreude nicht nehmen, hört auf zu meckern und zu jammern, es bringt nur kurzfristig was, werdet kreativ und helft mit, Freude in eurer Leben und das eurer Mitmenschen zu bringen. Wir müssen gerade alle durch diese komische Zeit durch, aber es liegt an euch, wie ihr durch diese Zeit kommen wollt!

Eure Dani

 

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Vegane Woche: Apfelkuchen

 

Da wären wir nun, am Ende der veganen Woche! Und wenn wir schon an einem Sonntag abschließen, dann natürlich mit einem Kuchen!

Ich und vegane Kuchen stehen ein bißchen auf Kriegsfuß. Ich habe schon etliche gebacken, die meisten davon waren ganz okay, aber vom Hocker gehauen haben mich die Wenigsten. Irgendwie werden die nicht wirklich fluffig. Die Konsistenz ist meist nicht so wie ich es mir wünsche bzw. wie ich es gewohnt bin. Vegane Rührkuchen kommen da ganz gut hin, aber beim Biskuit könnt ich heulen. Aber ich gebe nicht auf! Irgendwann schaffe ich es bestimmt den fluffigsten veganen Biskuit ever zu backen. 

Ich habe aber heute trotzdem ein richtiges Highlight für euch, einen extrem leckeren und mega schnell gemachten Apfelkuchen mit Streusel. 

Apfelkuchen mit Streusel

Springform 26 cm Durchmesser

Zutaten:

  • 400g Mehl
  • 250g Margarine
  • 100gr Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6-8 mittelgroße Äpfel
  • 1 Zitrone (Abrieb+Saft)
  • 1 Tl Zimt (optional)
  • etwas Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Form mit etwas Margarine einfetten.

Äpfel waschen, schälen und in nicht zu dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln und mit Zimt mischen.

Mehl, Margarine und Zucker in eine Schüssel geben, gut mit der Hand verkneten. Auf einer Arbeitsplatte nochmal kurz durchkneten. Sollte der Teig zu weich sein bißchen Mehl hinzufügen. 

Ca. 3/4 des Teiges nehmen und mit der Hand in die Form drücken. Dabei einen Rand von ca. 2 -3 cm machen. Äpfel auf den Teig verteilen und den restlichen Teig auf die Äpfel krümmen. In den Backofen geben und ca. 40 Minuten backen. Aus den Ofen nehmen und mit Puderzucker bestreuen.

Ich hoffe, ich habe euch diese Woche ein bißchen inspirieren können und vielleicht war ja das eine oder andere Rezept für euch dabei. Nach wie vor bin ich der Meinung, lieber 1x die Woche vegan als gar nicht, lieber eine Plastiktüte weniger als gar keine, liebe kleine Schritte als große, die man nicht durchhält. Und wenn der Verzicht auf  Fleisch so gut schmeckt, dass man es nicht als Verzicht sieht, dann können wir alle ein bißchen dazu beitragen, dass die Welt ein wenig besser wird.

Lasst es mich wissen wie euch die vegane Woche gefallen hat und hinterlasst mir einen Kommentar hier oder auf Instagram. Vielleicht habt ihr Lust auf noch mehr vegane oder vegetarische Rezepte, ich experimentiere gerade sowieso und kann es gerne mit euch teilen.

Eure Dani

 

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Wand- und Sideboarddeko, Tapeten und Fliesen

So, liebe Freunde des Sommers, es geht langsam aber sicher dem Ende zu. Wenn ich morgens aufstehe, ist es noch dunkel und bei meinem ersten Kaffee auf der Terrasse fröstelt es mich langsam auch. 

Was für ein verrückter Sommer. Da die Kids kaum in der Schule waren fühlte sich dieser Sommer endlos an und wir in Baden Württemberg haben ja auch noch ein bißchen Sommerferien. Unsere Urlaubsplanung war so ähnlich wie das Wetter, mal gut mal schlecht. Wir fahren in Urlaub, nein wir fahren doch nicht, wir fahren ins Ausland, nein doch nicht, wir bleiben in Deutschland. Schlussendlich werden wir noch ein paar Tage Bayern machen und that’s it! Ich habe ehrlich gesagt kein Bock auf Quarantäne und schon gar nicht so kurz vor dem Schulstart! 

Aber bis jetzt ist der Sommer auch ganz gut ohne Urlaub verlaufen und wir waren sehr entspannt. War auch mal schön, sich das Urlaubsfeeling nach Hause zu holen. Wir haben viel gegrillt, uns mit Freunden getroffen, haben ein Tagesbett auf die Terrasse gestellt, ich hab viel gelesen und alles sommerlich dekoriert. Fühlte sich auch durch die heissen Temperaturen fast schon nach Urlaub an.

Und bevor jetzt der Sommer endgültig geht, mache ich hier auf dem Blog und Instagram noch ’ne Woche Sommer und dann gehen wir in den Herbst.

Heute zeige ich euch was man mit Tapeten und Fliesen so machen kann. Die Idee dazu hatte ich letztes Jahr in meinem Urlaub in Lissabon. Lissabon ist bekannt für seine Fliesen in tausend verschiedenen Mustern. Es sieht einfach nur wunderschön aus.

Und die zweite Inspiration hatte ich durch meine Tapetensammlung. Ich liebe die Mustern und Farben von Tapeten und kaufe einfach zum Spaß und weil es mir gefällt immer mal wieder eine Rolle Tapeten. Leider mag ich keine dauerhafte Deko, deshalb tapeziere ich nicht und ich kann ja auch nicht ständig neu fliesen. Aber man kann ja Tapeten und Fliesen auch anderweitig einsetzen und das zeig ich euch heute.

Dekobeispiel 1 Tapeten

Ihr braucht: Tapeten/ Bilderrahmen/ Schere

Tapeten auf die Größe des jeweiligen Rahmens zuschneiden und in den Rahmen befestigen.

 

Dekobeispiel 2 Fliesen

Ihr braucht: 3 Fliesen (Baumarkt)/ Klebepistole/ Golddraht/ Zange/ Stift

Fliesen mittag anzeichnen. Golddraht auf 10 cm abzwicken und eine Schlaufe biegen. Mit der Klebepistole an die angezeichnete Stelle kleben.

Dekobeispiel 3 Sideboard

2 Blumentöpfe in passenden Muster (Gärtnerei)/ 2 kleine Palmen (z.B. Arecapalme/ 2 Holztablettes/ 2 Kerzen/ 2 Seesterne/ Blumentopf/ Orchidee 

Das wars dann auch schon, geht ganz schnell. So mag ich das! Und man kann die Tapeten genauso wie die Fliesen jederzeit den Jahreszeiten entsprechend austauschen. 

Und jetzt geniessen wir alle noch ein bißchen Sommer und freuen uns dann auf einen hoffentlich schönen Herbst in diesen verrückten Zeiten.

Bleibt entspannt und habt Spaß!

Eure Dani

 

 

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Zeugnisse, Schule und Vertrauen

Vor ab schon mal eine kleine Warnung, der heutige Text ist sehr lang und persönlich und ich habe ein wenig gehadert ihn zu veröffentlich. Aber es musste raus, weil mich der Umgang mit diesem Thema oft wütend macht und auch traurig und ich auch glaube, dass es vielen von euch so geht!

Gestern gab es Zeugnisse. Bei uns daheim war das lange kein so schöner Tag. Während bei dem einem Kind, das Zeugnis immer super war, sah es bei seinen Brüdern nicht so rosig aus. 

Ich muss ein bisschen ausholen. Die Grundschule lief bei allen drei Jungs mehr als gut und ohne viel Zutun von uns Eltern kamen die Großen mit 1er-Schnitten auf eigenen Wunsch aufs Gymnasium. Der Karriere als Rechtsanwälte und Ärzte stand also nichts im Wege. Na gut, natürlich wussten wir, sie werden mit dem wenigen Arbeitsaufwand keine Musterschüler aber was auf dem Gymnasium folgte war das reinste Desaster, anders kann ich es leider nicht bezeichnen.

Die Arbeitseinstellung wurde immer schlechter und die Noten ebenfalls. Egal wie motivierend wir als Eltern helfen wollten, Nachhilfe zahlten, Gespräche mit den Lehrern führten, nichts half. Wir haben versucht nicht zuviel Druck aufzubauen und den richtigen Ton zu treffen, was immer eine Gratwanderung war. Es gelang uns nicht sie zu motivieren und sie blieben im gleichen Jahr gemeinsam in der 6ten bzw. 8ten sitzen. Auf diesem Gymnasium waren wir eine der wenigen Familien ever denen das geglückt ist. Gibt Schöneres im Leben. Und nach langen Diskussionen gaben die Jungs auf und gingen Mitte der 8ten bzw. nach Beendigung der 6ten auf die Realschule. Der Kleine entschied sich dann trotz megaguter Noten für die Realschule. Nun waren sie also alle auf der Realschule und wir atmeten erst mal auf. Und atmeten durch. Die Noten wurden nicht so viel besser, aber keiner war mehr versetzungsgefährdet und die Jungs waren glücklicher.

Warum ich das heute schreibe? Ich weiß, dass viele Eltern und Kinder enorm unter Druck stehen, ohne Abi ist man heute Nichts. Viele Eltern, die Kinder haben, bei denen es läuft und auch die Gesellschaft im Allgemeinen, lassen es die Eltern und Kinder auch deutlich spüren. Dann kommen dann so nett gemeinte Sätze wie, naja ist doch nicht schlimm, es kann ja auch nicht jeder Abi machen, es muss ja auch noch Handwerker geben. Klar, solange es nicht das eigene Kind ist. 

Als vor ein paar Monaten die Pandemie losging, war in der Presse nur was von den armen Abiturienten die Rede, die um ihr gutes Abi bangten. Das machte mich so wütend, es gab auch noch Real-und Hauptschüler die ohne Vorbereitung in die Prüfung mussten und auch hier entscheiden die Noten über eine gute oder schlechte Ausbildungsstelle oder das Weitermachen auf höheren Schulen. Und auch sie haben sich auf eine tolle Abschlussfeier und – fahrt gefreut. Aber egal, nicht so wichtig, machen ja schließlich kein Abi. Ich hätte heulen und schreien können, gleichzeitig !

Jetzt sind wir mal ehrlich und schauen uns in unseren näheren Bekanntenkreis um. Wir haben Menschen, die studiert haben und glücklich oder auch unglücklich mit ihrem Leben sind. Wir haben Menschen, die nicht studiert haben und glücklich oder unglücklich sind. 

Und ganz tief drin in unseren Herzen, wissen wir genau, obwohl wir es nicht wahrhaben wollen, das Leben ist nun mal das, was man daraus macht. Ein gutes Zeugnis kann helfen aber es macht aus einem Kind weder einen besseren noch einen glücklicheren Erwachsenen. Aber der Umgang mit dem Leben, mit dem Versagen, mit dem nicht erreichen von Zielen und das Vertrauen, dass man gut genug ist, egal wie das Zeugnis ausfällt, das macht den Unterschied. 

Zu wissen, dass man geliebt wird, so wie man ist, dass Fehler passieren, aber eben nicht das Ende der Welt sind, das schafft Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Schule war und ist bei uns immer noch ein Thema aber es war niemals, zu keinem Zeitpunkt, das Hauptthema. Ich habe mich stur geweigert es zum Hauptthema zu machen. Man hat darüber gesprochen ( und auch mal etwas lauter) , hat nach Möglichkeiten gesucht es anders zu machen und damit war dann Ende Gelände! Den Rest des Tages ging es um andere Themen. Meine Hauptthemen waren immer aus meinen Jungs selbstständige Erwachsene zu machen, die Vertrauen in sich und in das Leben haben, die fröhlich sind und mit ihrer Familie Spaß haben, die freundlich sind zu anderen und auch zu sich selbst.

Es war und ist nicht einfach. Vieles ist schiefgelaufen aber auch das war gut so. Es hat uns als Familie toleranter gemacht und stärker. Wir haben alle gelernt, dass uns die Meinung anderer nichts angeht. Egal ob andere unseren Weg nicht gut finden, es besser wissen oder urteilen, es ist uns egal, denn nur wir wissen wie es uns wirklich geht und was uns gut tut. Wir sind entspannt und lieben unser Leben. 

Als unsere Jungs sitzengeblieben sind und die Zeugnisse nach Hause gebracht haben, haben beide zu mir gesagt, dass es ihnen ganz arg leid tut, mich so zu enttäuschen. Ich habe so furchtbar geweint, nicht wegen diesen scheiss Zeugnissen, sondern weil sie gedacht haben, sie könnten mich mit Noten enttäuschen und ich habe geweint, weil ich wusste, wie sie sich fühlen. Das erste Mal so richtig das Gefühl von Versagen zu spüren, nicht gut genug zu sein und Angst zu haben, wie es weitergeht. In ihnen ist an diesem Tag etwas zerbrochen und es war jetzt an uns Eltern es wieder ganz zu machen. 

Wir haben sie in den Arm genommen, ihnen erklärt, dass ihre Noten nichts mit unserer Liebe zu ihnen zu tun haben, dass wir es schon wieder hinbekommen werden und dass wir, wie jedes Jahr, erst mal fett essen gehen und feiern. Was wir denn feiern sollen, haben sie gefragt? Dass ihr jeden Tag in die Schule gegangen seid, obwohl ihr keine Lust hattet, dass ihr in Verhalten und Mitarbeit (und Sport) eine zwei habt, dass ihr trotz den ganzen Druck in der Schule nett und freundlich zu euren Mitschülern und euren Lehrern seid und dass für uns Eltern jeder Tag, am Ende des Tages, ein Fest ist!

Wir haben vertraut und geholfen und gebangt und gehofft, dass alles gut wird. Der Große hat trotz nicht so guter Noten seine Mittlere Reife gemacht, seine Traumlehrstelle gefunden, ist nach einem Jahr Lehre super glücklich und hat wieder gute Noten. Der Mittlere macht nächstes Jahr seine Mittlere Reife und wenn es weiter so gut läuft , macht er weiter mit der Schule und wenn er will schafft er auch das Abi. Der Kleine hat immer noch super Noten und eine Belobigung . 3 Jungs, eine Familie, und jeder geht anders seinen Weg.

Ich weiß, dass viele in meinem Umkreis gedacht haben oder immer noch denken, ich hätte bei meinen Jungs die berühmte rosa-rote Brille auf. Aber zwischen der rosa-roten Brille und Vertrauen gibt es einen entscheidenden Unterschied. Während die Brille keinen Platz für Reflexion zulässt, geht es beim Vertrauen um die Auseinandersetzung mit der Situation und wie wir mit ihr umgehen. Wir vertrauen darauf, dass wir einen Weg finden, wir hören darauf, wie es unseren Kindern geht und was sie möchten, wir akzeptieren ihre jetzigen Möglichkeiten und Talente und versuchen sie da abzuholen, wo sie gerade sind. 

Ich weiß nicht, was aus unseren Jungs wird, ich weiß nicht ob sie beruflich wie privat glücklich werden, ich kann nicht in die Zukunft schauen. Aber ich weiß, dass ich froh bin, dass das Thema Schule unsere Beziehung als Familie nie vergiftet hat. Ich werde meine Jungs nicht mehr lange bei mir haben und das ist gut so. Aber ich kann super gut loslassen, denn wir haben unsere gemeinsame Zeit genutzt und genossen  und was sie, mit oder ohne Abi, aus ihren Leben machen, liegt dann ganz alleine in ihren Händen.

Wir können das Leben unserer Kinder nicht komplett regeln, auch wenn wir als Eltern nichts anderes wollen, als ihnen Leid zu ersparen. Wir müssen lernen, dass unsere Träume nicht immer die Träume unserer Kinder sind. Manchmal kann man nur zuschauen wie sie Fehler machen und helfen wenn sie es zulassen. Manches muss man einfach nur aussitzen und geduldig sein. 

Habt Vertrauen in eure Kinder und habt Vertrauen in eure Fähigkeiten als Eltern. Ihr macht mit Sicherheit jeden Tag einen guten Job und auch wenn wir als Eltern Fehler machen, wir haben zu jedem Zeitpunkt unser Bestes gegeben und wir konnten es nicht besser. Lasst eure Kinder Abi machen, wenn sie Spaß an der Schule haben und ehrgeizig sind, unterstützt sie und baut sie auf, wenn es nicht so läuft. Feiert , wenn sie die Hauptschule oder die Realschule geschafft haben, feiert gute und schlechte Zeugnisse, man findet immer was Gutes in jeder Situation. Meine Kinder lieben mich obwohl ich (noch) keinen Nobelpreis gewonnen hab und nicht studiert hab. Wir wissen alle warum wir unsere Kinder lieben und ganz ehrlich, bestimmt nicht wegen den Zeugnissen. 

Danke fürs Zuhören!

Eure Dani

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Corona, Studioumbau und wie geht’s weiter?

 

Es geht also langsam wieder los. Nach wochenlangem Stillstand scheint die Welt wieder Fahrt aufzunehmen, jede Woche bringt neue Lockerungen und neue, alte Freiheiten.

Wie die meisten Menschen in diesen Zeiten, wusste ich am Anfang der Krise nicht so recht, was ich mit diesem neuen Zustand anfangen soll. Da ich keine Virologin, Ärztin, Statistikerin oder Politikerin bin, blieb mir ja auch nichts anderes übrig als mich so gut es ging an die neue Situation anzupassen.

 

Meine erste Jahreshälfte von 2020 war sowieso recht bescheiden, erst lag ich im Januar mit einer fetten Bronchitis flach, danach hatte ich wochenlang einen super schmerzhaften Muskelfaserriss und dann einen fließenden Übergang in die Corona-Zeit. Alle meine Urlaubspläne sind dahin und alle beruflichen Pläne für dieses Jahr haben sich komplett aufgelöst. So weit, so schlecht!

Nun bin ich ja per se kein Mensch, der lange Angst oder schlechte Laune hat und beim Jammern fühle ich mich auch nicht wohl. So stand für mich von Anfang an fest, ich werde die Zeit nützen um mich neu aufzustellen. Trotz Krise bin ich sehr privilegiert, wir sind alle gesund, die Kinder schon recht groß , wir haben viel Platz und trotz Homeoffice und Homeschooling gingen wir uns eigentlich nicht auf die Nerven. Alle meine Familienmitglieder den ganzen Tag um mich herum zu haben, war entspannter als gedacht und von Langeweile waren wir ganz weit entfernt. 

Ich genoss die Zeit ohne Schulstress, ohne morgendlichen Druck pünktlich zu sein und die Hektik des Alltags. Wir hatte viele schöne Abende beim gemeinsamen Essen (was vor Corona eine Seltenheit war) und stundenlangen Filme schauen ohne schlechten Gewissen. Und ich hatte endlich Zeit mein Studio umzubauen und aufzuhübschen.

Da es bei mir zuhause eher praktisch und bei der Anzahl der Familienmitglieder eher chaotisch ist, wollte ich das Studio hell und feminin haben. Es sollte sich nicht wie ein Büro anfühlen sondern eher wie eine gemütliche Wohnung.

Ich bin eine passionierte Sammlerin und das sollte sich im Studio wiederspiegeln. Hier sollten all die unzähligen Dinge, die ich über Jahre auf Reisen und auf Flohmärkten gesammelt habe, ihren Platz finden.

Und damit all diese Dinge gut zur Geltung kommen, brauchte ich eine ruhige Bühne, die ich nach Lust und Laune umdekorieren kann. Weiß ist die vorherrschende Farbe der Möbel und mit neuen Kissen, Blumen und selbstgemalten Bildern sah der Raum schon ganz anders aus.

Meinen großen Tisch habe ich behalten obwohl ich lange über einen neuen, runden Tisch nachgedacht habe. Aber hier hat die Praktikerin, die ich ganz selten bin, gesiegt. Ich brauche einfach einen großen Tisch der funktional ist und an dem ich mich ausbreiten kann. Und er sollte am Fenster stehen damit ich in den wunderschönen Garten schauen kann. Hier entstehen meine meisten Pläne und hier werden hoffentlich bald auch wieder viele gemütliche Abende mit Freunden stattfinden.

 

Da bei mir das kreative Denken nie aufhört, verwachsen private Bereiche mit dem Geschäftsbereich und alles was ich sehe, anfasse oder spüre fließt in neue Inspirationen ein. Nichts ist für mich entspannter als eine schöne Umgebung, die Sicht auf schöne Dinge und Raum fürs Arbeiten, Kreativität, Kunst und Menschen. Mein Zuhause ist da wo meine Familie ist aber im Studio fällt der Alltag von mir ab und ich fühle mich ganz leicht und ruhig. Es ist wie Urlaub!

 

Ich würde euch gerne erzählen, wie es bei mir weitergeht, ich kann es leider nicht. Ich weiß es einfach nicht. Gerade stecke ich noch im Planungsprozess. Ich überlege, verwerfe, fange neu an. Ich lerne jeden Tag aufs Neue, beschäftige mich Sachen von den ich keine Ahnung habe und vieles davon ist nicht so spassig sondern halt eben Arbeit. Mir raucht 20x am Tag der Kopf aber meine Ärmel sind ganz weit nach oben gekrempelt und ich werde mich schon irgendwie durchkämpfen. 

Wollt ihr wissen was in meinem Kopf vorgeht? Kleine Kostprobe vielleicht? Okay aber nur eine kleine, ich will euch nicht gleich mit meinen ganzen Hirn überfordern:

  • kann ich einen Podcast machen obwohl ich furchtbar schwäble?
  • wie nehme ich Videos auf? Welche Kamera? Welches Mikro? Welche Musik? Wie schneiden?
  • wie verlege ich ein selbstgeschriebenes Buch?
  • wie funktionieren E-books
  • bleibt der Blog oder mache ich nur noch Insta?
  • wie werde ich reich, berühmt und schön ohne Sport, Diät und Beautydoc?

Ihr seht, es gibt viel zu tun, wer hat da schon Zeit für schlechte Laune und jammern? Ich nicht!

Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt ein bisschen was zu dekorieren, dann kauft euch ein paar neue Kissen, schöne Blumen und macht es euch schön. Wir können die äußeren Umstände gerade nicht ändern aber wir können unser Zuhause mit schönen Dingen und viel Liebe füllen.

Eure Dani