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Food Rezepte

Granola, ein wiederkehrender Traum und der Himalaya

 

Wer mich kennt weiß, dass ich kein großer Frühstücker bin. Morgens habe ich so gar keinen Hunger und ausser Kaffee geht da nicht viel. Sonntag ist so ziemlich der einzige Tag an dem ich mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehme und dann geniesse ich es auch. Da gibt es dann frische Brötchen, Rührei, Obst und Granola. Da ich leider nur ein selbstgemachtes Granola mag muss ich in regelmässigen Anständen Granola auf Vorrat machen. Wobei Vorrat bei uns ein starkes Wort ist, da alles ziemlich schnell weg kommt. Deshalb frühstücke ich Granola nicht nur sondern esse es auch mal zwischendurch oder auch Abends. Hier gilt ganz klar, solange der Vorrat reicht…

Mein Granolarezept ist mein absolutes Lieblingsrezept und reicht für 2 große Vorratsgläser. Da hält es sich auch 3-4 Wochen, theoretisch !

 

 

Granola

2 große Vorratsgläser

2 Backblech

Zutaten:

  • 500 g Haferflocken (zart)
  • 400 g gemischte Nüsse
  • 200 g Kokosflocken
  • 4 Tl Zimt
  • 200 ml Ahornsirup
  • 400 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung : 

Backofen auf 180 ° C  Umluft vorheizen. Die Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Nüsse kleiner hacken. Alle trockenen Zutaten mit den Nüssen in eine Schüssel geben und umrühren. Öl und Sirup dazugeben und gut verrühren bis sich die Zutaten verbunden haben.

Auf den Blechen verteilen und ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, umrühren und für weitere 10 Minuten backen. Die Granola sollte nicht zu braun werden, dann wird sie bitter. 

Aus den Ofen nehmen, abkühlen lassen und auf die Vorratsgläser verteilen.

 

Variationen: (1 Portion )

Obst-Joghurt

Zutaten:

  • 150 g Joghurt
  • 150 g Obst (z.B. Melone, Ananas, Kokosnuss)
  • 1 El Granatapfelkerne

Zubereitung:

Obst in kleine Stücke schneiden und mit Joghurt und  Granola in ein Glas schichten. Mit Granatapfelkerne bestreuen.

 

 

Banane-Schoko 

Zutaten:

  • 1 Banane
  • 100- 150 ml Mandelmilch
  • 1 El Zartbitter-oder Vollmilchraspeln

Zubereitung:

Banane schälen und halbieren. Auf einen tiefen Teller geben und mit Granola und Milch servieren. Mit Schokoraspeln bestreuen.

 

 

Gebratenes Obst 

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 10 Trauben (kernlos)
  • 1 Tl Butter
  • 1 Tl brauner Zucker
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Apfel waschen, entkernen und grob würfeln. Trauben waschen und halbieren. Butter in einer Pfanne zerlassen, das Obst dazugeben und kurz anbraten. Zucker darüberstreuen und ca. 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Obst mit Granola und Joghurt servieren und mit Zimt bestreuen.

 

 

Ob jetzt Granola gesund ist oder nicht, dass weiß ich gar nicht so genau, aber es schmeckt! Aber Sport ist gesund meistens jedenfalls. Also ich persönlich schau mir lieber Sport an als dass ich ihn selber mache. Letzte Woche war ich in der Liederhalle in Stuttgart und hab mir auf grosser Leinwand die European Outdoor Filmtour angeschaut. Völlig verrückt, was manche Menschen sich trauen und wie fit sie sind. Ich mach Yoga, sonst nix, wandern oder spaziererlaufen langweilt mich und joggen ist viel zu anstrengend. Ich empfinde es als total schön, auf einem Berg zu stehen und die Aussicht und den Kaiserschmarren zu geniessen, es macht aber für mich keinen Unterschied ob ich den Berg raufgewandert oder mit dem Auto gefahren bin. 

Mit 20 hatte ich den Traum, irgendwann einmal in meinem Leben im Himalaya zu wandern vielleicht sogar den Mount Everest zu besteigen. Mit 40 habe ich mich von diesen Traum komplett verabschiedet und für mich beschlossen, der Mount Everest sieht mich nur, wenn da mal eine Gondel steht.

Jetzt sitze ich da gemütlich in der Liederhalle und schaue den jungen Franzosen Eliott Schonfeld zu, wie er den Himalaya von West nach Ost durchquert. An für sich schon mega cool, aber, und hier kommt wieder mein Traum vom Himalaya ins Spiel, sein Wegbegleiter ist sein Pferd Robert! Ich saß da und dachte, natürlich, wie konnte ich nicht selbst darauf kommen, ich muss nicht laufen, ich reite! Okay, Elliot ist nicht geritten, weil das Pferd sein Gepäck getragen hat, aber ich brauch da nicht so viel, da kann ich dann locker reiten. 

Und jetzt, haltet euch fest, ich könnte sogar zum Nordpol und zwar mit Schlittenhunden. Ganz ehrlich, da eröffneten sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten und ich kann nicht glauben, dass ich da nicht früher draufgekommen bin!!! Mal wieder ein neuer Beweis dafür, dass man seine Träume auf gar keinen Fall aufgeben soll, man muss nur seinen eigenen Weg finden.

Ihr wißt natürlich jetzt ganz genau was jetzt kommt, ich brauch ein Pferd. Weihnachten steht vor der Tür, ich wünsch mir einfach eins. Aber keinen so einen edlen Lipizzaner sondern einen soliden Lastengaul, der mich safe durch Gebirge bringt. Und ich nenne es Reinhold, zu Ehren von Reinhold Messner.

Dann werden Reinhold und ich den Himalaya stürmen. Vielleicht sollte ich mir noch eine Sauerstoffmaske wünschen, wahlweise für Reinhold oder für mich, falls wir doch mal ausser Atem sind. Und ich brauche noch einen Gutschein vom Decathlon, ich brauch ja neue Klamotten, ich möchte ja auch im Himalaya gut aussehen.

Liebe Leute ich kann euch sagen, das wird ein mega Weihnachten, ich freu mich!

Eure Dani

P.S. Gebt niemals eure Träume auf, niemals! TSCHAKKA!!!!!

 

 

 

 

 

Food Rezepte

Geburtstag, Alter und Kokostorte

 

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Ich bin 48 Jahre alt geworden. Machen wir uns nichts vor, ich rase auf die 50 zu. Auf dem Papier bin ich langsam wirklich alt und inzwischen siezt man mich nicht nur manchmal sondern immer. Und wenn ich das Du anbiete so verfällt das jüngere Gegenüber im Laufe des Gespräches immer wieder zurück in das Sie. Bis jetzt ist im Bus aber noch keiner für mich aufgestanden, allerdings ist es wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ich kein Bus fahre. Die Lehrer meiner Kinder sind jünger als ich und meine Ärzte sind alle gefühlt noch im Praktikum. 

48 ist erst mal das was es ist, eine Zahl. Nicht mehr und auch nicht weniger. Darüber nachzudenken, was diese Zahl für einen selber bedeutet ist eine ganz andere Nummer. Bin ich mit 48 alt oder bin ich noch jung genug? Denke ich mit 48 über meine Rente nach und das Leben zieht sich in endlosen Wiederholungen bis ich 65 bin oder bin ich noch jung genug um nochmal durchzustarten?

 

 

Es gibt doch diesen wunderbaren Spruch, ich weiß nicht mehr von wem: „Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben.“

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns es irgendwann zwischen 40 und 50 realisieren und dann weiß man ganz genau, jetzt bloß keine Zeit mehr verlieren, do it now! 

Now ist mein neues Mantra und hätte ich keine so große Angst vorm Tätowieren würde ich mir ein Now tätowieren. Ich backe aber dann doch lieber eine Now- Kokostorte!

 

 

Kokostorte (12 Stück/ Ø 18 cm )

Zutaten:

Böden:

  • 4 Eier
  • 80 g Zucker
  • 170 g Mehl
  • 1 Tl Backpulver 

Füllung:

  • 180 g Butter
  • 450 g Frischkäse
  • 5 El Milch
  • 130 g Puderzucker
  • 100 g Kokosraspeln
  • 100 ml Kokoslikör zum Beträufeln der Böden

Dekor:

  • 400 ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • Lebensmittelfarbe Pink/ Lila
  • essbares Blattgold (Flocken oder Blatt)

Zubereitung:

Teig:

Backofen auf 180 Grad ( 160 Grad Umluft) vorheizen. 2 Springformen (Ø 18 cm) einfetten.

Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Eiweiß mit 2 El Wasser steif schlagen. Das Eiweiß zu dem Eigelb geben, Mehl und Backpulver darauf sieben und alles unterheben. Zur gleichen Teilen in die Springformen geben und ca. 25 Minuten backen ( Stäbchenprobe machen).

Füllung:

Butter schaumig schlagen, Puderzucker dazusieben, Kokosraspeln, Milch und Frischkäse dazugeben und alles kurz rühren, bis sich die Zutaten verbunden haben.

Dekor:

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Jeweils 4 El abnehmen und in 2 kleine Schüssel geben, mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Die ausgekühlten Böden aus der Form nehmen und jeweils mittig einmal durchschneiden. Den ersten Boden mit Kokoslikör beträufeln und 1/3 der Füllung darauf verteilen. Übrige Böden mit der Füllung und dem Likör abwechselnd schichten.

Die Torte mit Hilfe einer Kuchenspachtel mit der Sahne überziehen, nicht glattschreichen. Die eingefärbte Sahne an verschiedenen Stellen der Torte spachteln und mit Blattgold verzieren. Für mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht kühlen.

 

In diesem Wort NOW oder halt JETZT ( Englisch war die Goldpappe schneller ausgeschnitten und es hört sich irgendwie schicker an), ist doch alles drin, was man braucht. 

Now bedeutet für mich im nächsten Lebensjahr wieder neue Dinge anzupacken, Altes hinter mich zu lassen und wieder mutiger zu werden. Ich will wieder neue Projekte verwirklichen, mich in Neues stürzen, ohne zu wissen was dabei herauskommt. Ich will mit neuen Problemen fertig werden und daran wachsen. Ich will mein Leben mit ganz vielen Dingen füllen, die ich liebe und die mich erfüllen. 

Und ich will mein eigenes Tempo leben, Pausen machen, wenn ich müde bin, das Gefühl zulassen, dass im Alter alles nicht mehr ganz so schnell geht wie gewohnt und der Körper manchmal zwickt und sagt, pass auf mich auf! Aber solange der Körper zwickt, lebt er noch, also erst mal Tee kochen, eine Runde Yoga machen, ein Buch lesen oder auf die Chakramatte liegen und Löcher in die Decke starren. 

Ich darf das, ich bin 48, ich muss niemanden mehr was beweisen, ich hab schon so viel geleistet, ich kann an blöden Tagen ohne schlechtes Gewissen Nichts tun und wenn ich 8 Stunden Serien schaue, so what?

Ich bin alt genug um zu wissen, dass nach schlechten Tagen auch wieder gute Tage kommen und dass ich es selbst in der Hand habe mein Leben nach meinen Bedürfnissen (und okay, noch dass von meinen Kids) zu gestalten. Now bedeutet nun mal jetzt und die Zeit bleibt ja bekanntlich nicht stehen. 

Ich habe meinen Geburtstagsabend wider Erwartens mit vielen meiner Freundinnen verbracht und das obwohl es unter der Woche war, da ist man in meinem Alter eigentlich nicht lange wach. Wir haben gut gegessen, ein paar Flaschen Wein getrunken und stundenlang gelacht. Als sie alle gegangen sind, dachte ich mir, was für ein genialer Auftakt in ein neues Lebensjahr. Genauso soll es bitte weitergehen, mit Gesundheit, Fröhlichkeit, gutem Essen, Wein und netten Menschen. Was ich selbst dazu beitragen kann werde ich tun und zwar Jetzt!

Und ihr? Was ist mit euch ? Wartet ihr auf die Rente oder wenn die Kinder groß sind? Oder dass das Glück an eurer Tür klopft? Wollt ihr noch loslegen oder denkt ihr, ihr seid schon zu alt? Wollen wir weiter jammern und immer unzufriedener werden, weil wir immer mehr Falten sehen und nicht mehr so leicht vom Sofa kommen? Oder wollen wir uns gegenseitig inspirieren, trösten, wenn wir scheitern und feiern, wenn es gelingt? 

Also, ich bin jetzt 48 und ich habe ganz einfach keine Zeit mehr um Dinge aufzuschieben. Und ihr? Wollt ihr noch Projekte verwirklichen oder euch noch Träume erfüllen? Ja? Wollt ihr? Na dann versucht es, vielleicht genau Jetzt???

Eure Dani

 

 

 

Food Rezepte

Happy Halloween

 

Wenn die Kinder größer werden, ändert sich auch die Art des feierns. Bis vor zwei Jahren war Halloween bei uns noch eine richtig große Nummer. Mit ganz viel Deko und es gab immer eine Halloweenparty und das Haus war voll mit 20 Kindern. Ich liebe diesen morbiden Brauch und mit Kindern macht so ein Fest riesenspaß. Okay, es ist Konsum und okay, es ist nicht gerade gesund mit den vielen Süßigkeit, aber ehrlich, who cares? Wir sind ja inzwischen alle so politisch korrekt, da dürfen doch ab und an Ausnahmen sein!

Wir hatten früher auch schon Kinder eingeladen, die dürften dann nicht kommen, weil die Eltern Halloween für eine Erfindung der Zuckerindustrie hielten und es ihnen zu amerikanisch war. Echt jetzt, hab ich mir gedacht, das Kind darf nicht mit seinen Kumpels Spaß haben, weil die Eltern ihre Prinzipien haben? Nun gut, ich muss nicht alles verstehen was um mich herum passiert. Ich habe es sowieso nicht so mit Prinzipien, meine ändern sich halt ständig. Was ich mit 20 prinzipiell gut fand, fand ich in den 30igern total bescheuert und mit über 40 sehe ich die Welt sowieso ganz anders. Aber Halloween ist geblieben, das mag ich. Nun wollen die Kinder keine Party mehr, sie machen ihr Ding und ich selber komme dieses Jahr auch auf keine, leider. Aber nächstes Jahr schmeiss ich wieder eine, das hab ich mir ganz fest vorgenommen. Und bis dahin begnügen wir uns mit einem schaurig schönen Halloween -Menü.

 

 

 

Rote Bete Suppe

Zutaten:

  • 500 g abgepackte rote Bete
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 Orange (Saft) 
  • 100 ml Sahne
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Tl Balsamicoessig
  • etwas Chillipulver
  • Salz

Zubereitung:

Rote Bete aus der Packung nehmen, abtropfen lassen und in grobe Würfel schneiden. Mit der Gemüsebrühe, Orangensaft, Essig und Zucker in einen Topf geben und ca. 10-15 Minuten kochen. Vom Herd nehmen und pürieren. Die Sahne dazugeben und mit Chillipulver und Salz abschmecken. Nochmals kurz aufkochen lassen.

 

 

Schwarze Spaghetti mit Speck-Sahne-Soße

Zutaten:

  • 500 g schwarze Spaghetti
  • 200 ml Sahne
  • 60 g geriebenen frischen Parmesan + Parmesan zum Bestreuen
  • 2 Eier
  • 6 dicke Scheiben Bauchspeck
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzten und Spaghetti abkochen. Während die Spaghetti kochen in einer kleinen Schüssel Parmesan, die Eier und Sahne mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Speck würfeln und in einer Pfanne mit Öl kross braten. 

Spaghetti abgießen, in den Kochtopf zurückgeben und mit der Ei-Parmesan-Mischung mischen. Den Speck untermischen und mit Parmesan servieren.

 

 

Schokoladenkuchen

Zutaten :

Teig:

  • 400 g Mehl
  • 50 g Backpulver
  • 350 g Zucker
  • 2 Tl Natron
  • 1/2 Tl Salz
  • 4 El Backkakao
  • 500 ml heißes Wasser
  • 150 ml neutrales Pflanzenöl
  • 30 ml Essig

Glasur:

  • 100 g Zartbitterkuvertüre 
  • 50 g Margarine

Topping:

  • 3 Feigen
  • 80 g grob gehackte Walnüsse
  • 1 El Zucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° C Umluft oder 200°C Ober/- Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform mit Butter einfetten.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Die feuchten Zutaten mischen und zu den Trockenen geben, dabei alles mit einem Schneebesen rühren. In die Kastenform geben und ca. 40-50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, dabei sollte der Kuchen nicht ganz durchgebacken sein. Aus den Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Kuchenrand vorsichtig mit einem Messer umfahren und aus der Form stürzen. Auf eine Tortenplatte geben.

Für die Glasur Kuvertüre grob hacken und mit der Margarine in einem Topf bei mittlere Hitze auflösen. Über den Kuchen geben.

Feigen waschen, den Stiel wegschneiden und achteln. In einer Pfanne den Zucker auflösen, die Feigen und die Walnüsse dazugeben und und kurz mitbraten bis die Zutaten mit Zucker überzogen sind. Auf dem Kuchen verteilen.

 

 

Ich will noch ergänzen, ich habe gegoogelt und Halloween stammt ursprünglich aus Irland und wurde von Einwanderern nach Amerika gebracht, nicht die Amis sondern die Iren waren das! Und das Wort Halloween stammt vom Wort All-Hallow’s Evening und heißt übersetzt Allerheiligenabend. Nur damit wir hier politisch korrekt bleiben. Und verkleiden tut man sich damit die Toten, die an diesen Abend zurückkehren, abgeschreckt werden und einen nicht als Mensch erkennen. Meint ihr so eine Verkleidung hilft auch bei bösen Menschen oder nur bei Toten? 

Dann könnte ich vielleicht das ganze Jahr über in Verkleidung rumrennen und alle schlechtgelaunten, immer übers Wetter und Kinder (vorzugsweise die vom Nachbar ) jammernde Menschen würden mich nicht mehr ansprechen und versuchen mir meine gute Laune zuverhageln. Und alle politisch Korrekten, Konsequenten und Prinzipienreiter würden mich nicht erkennen und würden einfach an mir vorbeilaufen und andere vollquatschen.

Also Leute, wenn ihr mich das nächste Mal verkleidet im Edeka seht, dann wißt ihr Bescheid , ich habe gute Laune und möchte sie tatsächlich behalten. Wenn ihr mir aber was Fröhliches erzählen wollt, mich umarmen und drücken wollt, dann macht das, denn ihr werdet mich sehen! Und dann, das verspreche ich euch beim Grab unserer im Garten vergrabenen toten Aquarienfische, lade ich euch nächstes Jahr zu meiner Halloweenparty ein.

Und allen, die Halloween gut finden und allen, die Halloween nicht gut finden: Happy Halloween und passt auf die bösen Geister auf, tot oder lebendig!!!

Eure Dani

P.S. Kommen tote Aquarienfische auch zurück?

 

 

 

 

Food Rezepte

Apfelgugelhupf, Mini Zwetschgengugelhupf und die wahre Liebe

 

Einen wunderschönen guten Morgen,

schön, dass ihr da seid. Ich habe den goldenen Herbst ein bisschen ausgenützt und bei schönsten Wetter und tollsten Farben für euch gebacken und fotografiert. Aber bevor ich jetzt mit den Rezepten loslege noch kurz eine Geschichte.

 

Ich schau inzwischen mit meinen Jungs kaum Fernsehen. Irgendwie haben wir uns da in den letzten 2 Jahren, was unseren Filmgeschmack angeht, ziemlich auseinander entwickelt. Ab und zu mal Harry Potter oder irgendein Marvel-Film, das war’s auch schon mit den Überschneidungen. Aber vorgestern Abend haben wir dann doch zusammen Maleficent zusammen angeschaut. Ich liebe Märchen aller Art, egal ob Rapunzel- neu verföhnt, Eiskönigin oder irgendwas von Disney bis hin zu deutschen Verfilmungen, ich bin dabei.

Wir haben es uns also gemütlich gemacht um eben diese Dornröscheninterpretation zu genießen. Ein so schöner Film. Als der Film zu Ende und die Jungs im Bett waren, hab ich mal kurz nachgedacht. Dornröschen erwacht nur, wenn sie von der wahren Liebe geküsst wird. Im Fall von Maleficent eben nicht vom schönen Prinzen sondern vom Kuss der Fee. 

 

 

Hm, was will uns der Film jetzt sagen? Maleficent steht in einer Mutter-Tochter ähnlichen Beziehung zu Dornröschen. Heißt das also, wahre Liebe gibt es nur unter Frauen? Oder unter Freundinnen? Oder eben vielleicht nur zwischen Mutter und Kind? Wenn der Prinz uns Frauen nicht mehr retten kann, kann es dann nur die Mutter? Heißt das im Umkehrschluss, meine Prinzen zuhause werden nie die wahre Liebe finden, denn jede Prinzessin hat ja schließlich auch eine Mutter? Und wenn ich die wahre Liebe meiner Söhne bin, dann bleiben sie ein Leben lang bei mir, in meinem Schloß, in ihren Zimmern?

Liebes Hollywood, so geht das nicht! Ich will nicht noch mehr Verantwortung für meine Jungs als ich schon habe. Das ist mir wirklich zu viel Helikopter! Sie sollen doch bitte die wahre Liebe irgendwo außerhalb meines Schlosses finden und dann glücklich in ein anderes Königreich ziehen. Ich bin ihre Mutter, ich liebe sie, aber ich möchte in Zukunft nur machen was eine Mutter halt so macht, für sie dasein, wenn sie mich dringend brauchen und wenn sie mich dann besuchen, für sie kochen und backen ( keine Wäsche nur kochen und backen ). Dann backe ich Kuchen, mit Äpfeln und Zwetschgen, so wie es mögen.

 

 

Apfelgugelhupf

Zutaten:

  • 3 Äpfel
  • 1 Orange (Saft und Abrieb)
  • 250 g zimmerwarme Butter
  • 120 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 g Raspelschokolade Zartbitter oder Vollmilch
  • 50 g gehobelte Haselnüsse
  • 2 El Milch
  • Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 160° C  Umluft / 180° C Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Gugelhupfform einfetten.

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Zur Seite stellen.

Die Äpfel waschen, schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Orangensaft und Abrieb und Haselnusskerne zu den Äpfel geben, durchmischen und kurz ziehen lassen. 

Butter, Vanillezucker und  Zucker cremig aufschlagen ( ca. 5 Minuten ). Das Eigelb nach und nach zugeben. Weiterrühren und die Milch und eine Prise Salz dazugeben. Wenn ein cremiger Teig entstanden ist, das Eiweiß mit einem Löffel oder Spaten darunterheben. Die Apfelmischung und die Raspelschokolade ebenfalls darunterheben. In die Gugelhupfform geben und ca. 45-50 Minuten backen (  Stäbchenprobe machen). Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

 

 

Mini Zwetschgengugelhupf

Zutaten ca. 12 Stück

  • 130 g zimmerwarme Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 180 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 Eier
  • 120 ml Sahne
  • 250 g Zwetschgen frisch oder Glas
  • 3 El Karamelsirup
  • Puderzucker

Zubereitung:

Backofen auf 180° C Umluft/ 200° C Ober/- Unterhitze und Förmchen einfetten.

Die Zwetschgen waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

( Zwetschgen aus dem Glas vor dem Schneiden gut abtropfen lassen).

Butter, Vanillezucker  und Zucker cremig schlagen, nach und nach die Eier dazugeben. Wenn sich alles schön verbunden hat, erst den Sirup einrühren und zum Schluss die Sahne. Backpulver mit Mehl mischen, zum Teig sieben und kurz aufschlagen. Die Zwetschgen unterheben und den Teig auf die Förmchen verteilen. Im Backofen ca. 15-20 Minuten backen. Mit Puderzucker bestreuen.

 

 

Und wenn nun die Prinzen mit Ihren Prinzessinnen den Kuchen gegessen haben und wir eine fröhliche Zeit miteinander hatten, dann reiten sie wieder zurück in ihr Königreich und mein König und ich trinken ein Gläschen Wein und freuen uns, dass unsere Prinzen die wahre Liebe gefunden haben.

Und wenn ich mir von Hollywood noch etwas wünschen könnte, wäre es eine dritte Variante von Dornröschen. Ein Dornröschen, welches ihr Schicksal selber in die Hand nimmt und Wege sucht alleine aus ihrer misslichen Lage herauszukommen. Die nicht nur da liegt und wartet bis sie irgendjemand rettet. Zur Abwechslung mal kein Opfer ihrer Umstände sondern eine toughe Frau, die sich selber hilft! Den wahre Liebe beginnt doch eigentlich bei uns selbst, oder nicht?

In diesem Sinne, passt auf euch auf und nehmt das Schicksal selbst in die Hand, sonst, und das wisst ihr, tut es vielleicht jemand anderes für euch, der Prinz vielleicht oder auch die Mutter! Das wollt ihr nicht wirklich, oder?

Eure Dani

P.S. By the way, ich könnte auch noch Drehbuchautorin oder auch Regisseurin werden und dann schreibe und verfilme ich ganz viele Filme für Frauen um. Dann gehen wir ins Kino um Blockbuster wie „Aschenputtel kauft ihre Schuhe selbst“ oder „Ali Mama und die 40 Termine ihrer Kinder“ anzuschauen. 

 

 

 

Food

Oktoberfestessen für Zuhause

 

 

Grüß Gott und Hallo!

Wenn der Herbst so langsam in die Gänge kommt, sich die Blätter bunt färben, die Welt ein bisschen ruhiger und muckeliger wird, da möchte man doch Tee trinken und Soulfood essen.

Aber halt, bevor wir es uns im Herbst so richtig gemütlich machen, wollen wir nochmal auf den Putz hauen und richtig deftig werden. Das Oktoberfest ist schon im Endspurt und der Wasen in vollem Gange und als Thema immer einen Blogpost wert.

 

Das Beste an solchen Festen ist ja eigentlich das Essen, oder nicht? Okay, der Eine oder Andere mag ja auch die Musik, da bin ich raus, außer bei 3 Promille. Oder vielleicht mag man ja auch Bier, da bin ich ebenfalls raus, ich mag kein Bier, höchstens mal ein Radler, aber nur süß. Aber die Maß ist mir viel zu groß, ich trinke langsam, dann hab ich 2/3 getrunken und der Rest schmeckt Bäh. Ein Dirndl besitze ich auch nicht und das Gedränge nervt mich. 

Ich gebe aber zu, trotz dieser ganzen Widrigkeiten, hatte ich schon mit meinen Mädels auch sehr viele spaßige Wasenabende und ich kann durchaus nachvollziehen, wenn man da gerne hingeht. Ich würde euch ja auch ein paar Geschichten erzählen, von meinen Abenteuern auf dem Wasen, aber ich kann mich leider nur dunkel erinnern .

Ich bin, wie schon gesagt, raus, aber ich mag es gerne deftig und statt Bier Wein und statt Dirndl Jeans und statt Schlager Coldplay und statt Hähnchen Schupfnudeln und Sauerkraut. Das mag ich!

Sauerkrautsuppe

Zutaten:

  • 400 gr Sauerkraut
  • 1     Zwiebel
  • 1 EL neutrales Öl
  • 1 EL Zucker
  • 3     Kartoffeln
  • 1 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1 TL Kümmelpulver
  • 1 Tl Paprikapulver
  • 200 gr Schmand
  • 1 Bund Petersilie 
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Zwiebel und Kartoffeln schälen und würfeln.

In einem Topf Öl und Zwiebelwürfel geben und bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen. Mit Zucker bestreuen und karamellisieren lassen. Die Kartoffelwürfel dazugeben und etwa 2-3 Minuten mitdünsten. Sauerkraut ebenfalls in den Topf geben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Mit Kümmel, Paprika, Salz und Pfeffer würzen und alles bei mittlerer Hitze ca. 30-40 Minuten köcheln lassen. 

Vom Herd nehmen und den Schwand einrühren. Auf den Teller geben und mit Schwand und Petersilie garnieren.

 

Leberkäspfanne

Zutaten:

  • 600 gr Schupfnudeln
  • 400 gr Leberkäse
  • 1    Zwiebel
  • 2    Frühlingszwiebeln
  • 2    Paprikaschoten ( rot/ gelb)
  • 200 gr grüne Bohnen
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 150 gr Creme Fraiche 
  • 1/2 Bund Petersilie
  • etwas Öl und Butter zum Anbraten

Zubereitung:

Schupfnudeln in einer Pfanne mit Butter anbraten, herausnehmen und warm stellen. Leberkäse würfeln, in etwas Öl anbraten, herausnehmen und ebenfalls warm stellen. 

Zwiebeln schälen und achteln. Frühlingszwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Paprika waschen, entkernen und würfeln. Grüne Bohnen waschen und die Enden abschneiden, große Bohnen in der Mitte durchschneiden. Petersilie waschen und kleinschneiden.

Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Paprika und Bohnen mit etwas Öl bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen und 30 Minuten köcheln lassen. Creme Fraiche dazugeben, umrühren, Schupfnudeln und Leberkäse in die Pfanne geben und noch ca. 5 Minuten köcheln. Mit Petersilie bestreuen.

 

 

Brezel- Schokomousse

Zutaten:

  • 150 gr dunkle Kuvertüre 
  • 300 ml Sahne
  • 1 Packung Salzbrezeln
  • Minze zum Garnieren
  • Schokoraspeln

Zubereitung:

Kuvertüre grob hacken und in einen Topf geben. Mit der Hälfte der Sahne auffüllen, bei mittlerer Hitze unter ständigen Rühren mit dem Schneebesen die Kuvertüre schmelzen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die restliche Sahne aufschlagen und vorsichtig unter die abgekühlte Kuvertüre heben. 

Von den Brezeln ungefähr 2/3 nehmen, grob zerkleinern den Rest für die Deko aufheben.

Zerkleinerte Brezeln auf 6 Gläser verteilen, die Schokomousse dazugeben und für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. ungefähr 15 Minuten vor dem Servieren aus den Kühlschrank nehmen und mit den übrigen Brezeln, Schokoraspeln und Minze garnieren.

 

 

So, jetzt macht doch das Oktoberfest auch für die, die nicht hingehen, Sinn, oder nicht? Und dann hat man es ja auch nicht weit ins Bett, wenn man zuhause feiert. Denn nach 2-3 Gläschen Wein fahr ich inzwischen auch Karussell und das ganz umsonst! Eine Runde vorwärts und dann noch eine Runde rückwärts und ganz ehrlich, ich glaub ich höre dann auch schon den Wendler singen.

Eure Dani