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Schulbeginn und Müsliriegel

 

Das war was heute Morgen. Der erste Schultag seit Monaten, der erste Schultag im neuen Schuljahr und auch der erste Arbeitstag nach dem Urlaub für meinen Mann. Fröhlich in den Tag hüpfen geht anders, zumindest was meine Jungs anbelangt, ich war fröhlich, richtig fröhlich! Es hat sich angefühlt wie damals als alle Kinder plötzlich im Kindergarten waren und ich allein zu Hause. 

Ich war seit Monaten nicht mehr Vormittags allein daheim. Zum Glück war nicht so schlimm, dass alle daheim waren, wie ich anfangs dachte. Die Schule hat bei uns keiner vermisst und wenn es nach meinen Jungs gehen würde, könnte dieser Zustand des Chillens und des Nichtstuns auch noch eine Weile anhalten. Verstehe ich voll, so ein Lotterleben ohne Verantwortung und Arbeit ist ja auch toll.

Ich habe versucht den Jungs (schliesst meinen Mann natürlich mit ein) den Wiedereinstieg so schmackhaft wie nur möglich zu machen, habe gestern verbal motiviert, Schultüten für heute morgen gebastelt und Müsliriegel gebacken.

Müsliriegel

Zutaten:

  • 4 überreife Bananen
  • 3 El Kokos-Mandelmus oder Mandelmus
  • 600 g Haferflocken 
  • 200 g Kokosraspeln
  • 200 g gemischte Nüsse
  • 400 g Apfelmus
  • 4 EL Ahornsirup
  • 50 g Vollmilchkuvertüre

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180 Grad (160 Grad Umluft) vorheizen.

Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken und in eine Schüssel geben. Nüsse etwas kleiner hacken und mit den restlichen Zutaten (ausser Kuvertüre) zu den Bananen geben. Gut durchmischen, auf dem Backblech verteilen und mit der Hand andrücken.

In den Ofen schieben und je nach gewünschten Bräunungsgrad 30-40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Kuvertüre in der Mikrowelle oder Wasserbad schmelzen und über die den Müsliteig verteilen. In Stücke schneiden und luftdicht aufbewahren.

Wenn wir ehrlich sind ist während der Coronazeit schultechnisch bei den meisten nicht viel gelaufen. Manche Lehrer haben sich ganz viel Mühe gegeben andere wiederum gar nicht. Ich mache niemanden einen Vorwurf. Es sind verrückte Zeiten und hinterher ist man ja immer schlauer.

Ich bin kein großer Freund des deutschen Schulsystems und zurück zum Regelbetrieb ist nicht unbedingt dass was ich für meine Kids will. Aber man muss halt mit dem arbeiten was man hat. Ich bin sehr gespannt wie dieses Schuljahr laufen wird, vor allem für unseren Mittleren, der dieses Jahr die Realschulprüfung macht. So viel Unterrichtsstoff der fehlt, soviel nachzuholen und zu lernen. Da wird’s mir schon kurz mulmig wenn ich darüber nachdenke.

Aber egal wie es ist, ich bin trotzdem froh, dass es weitergeht und egal, was ich vom System halte, es ist wichtig, dass es weitergeht. 

6 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben, 700 Millionen sind es weltweit. 250 Millionen Kinder und Jugendliche haben keinen Zugang zu Schule und zu Bildung. Und Corona macht es nicht besser. 15000 Lehrer fehlen deutschlandweit und ganz ehrlich, kann man es den jungen Menschen verübeln wenn sie nicht Lehrer werden wollen?

Ich bin nicht der große Lehrerfreund, dazu habe ich zu viele Pfeifen erlebt, aber es ist halt wie in jedem Job, es gibt die Schlechten und auch die Guten. Und unter den guten Lehrern gibt es so viele, die sich bemühen und jeden Tag versuchen ihren Job sehr gut zu machen. Auf diese Lehrer baue ich dieses Jahr ganz stark!

Ich verstehe es wenn viele Kinder, Eltern und Lehrer frustriert sind und wenn Fussballbundesliga öfters besprochen wird wie Schule und Kultur, da kann man doch ein bisschen wütend werden. 

Es ist wie es ist und ich bin jetzt froh, dass wieder Schule ist, dass meine Kinder Zugang zu Bildung haben, dass sie schreiben, lesen und rechnen können, denn das ist mehr als Millionen Kinder weltweit haben. 

Ich verstehe vieles nicht was die Politik gerade macht oder das Schulamt oder auch manche Lehrer aber wir haben alle unseren Menschenverstand und wissen, dass es eine nie dagewesen Situation ist. Wir können nicht die Welt ändern oder die Pandemie sofort auslöschen aber wir können mithelfen, dass es in unseren Umfeld leichter wird. 

Lasst uns dieses Schuljahr gemeinsam mit den Kindern einen Weg finden, damit es funktioniert, lasst uns im Gespräch mit den Lehrern bleiben und schauen wie wir ihnen helfen können. Lasst uns toleranter sein, weniger motzen und mehr von dem tun was wir können. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass ein Miteinander sinnvoller ist als ein Gegeneinander und Schuldzuweisungen helfen niemals und sind nicht wirklich produktiv!

Machen wir dieses Schuljahr trotzdem zu einem schönen Schuljahr und nützen wir die Zeit und die Möglichkeiten die wir haben, um Kindern, Eltern und Lehrern zu helfen und uns gegenseitig zu unterstützen.

Ich wünsche euch allen ein tolles und erfolgreiches neues Schuljahr auch wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Bleibt gesund und den Rest bekommen wir gemeinsam schon hin!

Eure Dani

 

Food

Kokoskuchen mit Obst und Kokosblütenzucker

Der Sommer ist eigentlich nicht die von mir favorisierte Zeit zum Backen. Ich liebe jegliche Art von Sommerobst vor allem Melonen und Aprikosen, da brauche ich dann meistens keinen Kuchen um meine süßen Gelüste zu Stillen.

Jetzt blühen gerade bei uns im Garten wunderbare essbare Blumen. Ich hab die nicht ausgestreut, was Garten anbelangt bin ich ein -Null, aber andere Familienmitglieder sind da ambitionierter. Zum Glück sind wir ja eine  Familie und so gehören diese wunderbaren Blumen automatisch auch mir. Und da ich diese Blumen sehr dekorativ finde, dachte ich mir, ab in die Küche, da machen wir mal einen schön aussehenden Kuchen.

Obstkuchen bietet sich an, Blechkuchen geht schnell und Kokosblütenzucker wollte ich schon lange mal als Zuckerersatz ausprobieren. 

Achtung, Vorsicht, jetzt kommt gefährliches Halbwissen aus dem Internet, da ich ja von sowas keine Ahnung habe. Ich habe gelesen, Kokosblütenzucker hat einen niedrigeren glykämischen Index als normaler Zucker, d.h. der Blutzuckerspiegel steigt kaum an und macht somit länger satt. Außerdem enthält er im Gegensatz zum Zucker Vitamine und Mineralstoffe, er ist also gesünder und kann 1:1 die Menge vom Zucker ersetzten. Die Kaloriemenge ist aber fast die gleiche. Aber lest es bitte nochmal nach falls es euch interessiert. 

 

 

Was aber den Kokosblütenzucker für mich interessant macht ist sein Geschmack. Er schmeckt gar nicht nach Kokos sondern hat einen eher karamelliegen Geschmack und riecht auch sehr lecker.

Wenn man jetzt Blüten, Obst und Kokosblütenzucker zu einem Kuchen verarbeiten will, dann kommt das hier dabei raus: ein schnell gemachter und instagrammtauglicher Kuchen, den ich, von der Dekoration so ähnlich, bei Instagram gesehen hab. 

Kokosblechkuchen mit Obst

Zutaten:

Teig:

  • 450g Mehl 
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 g Kokosblütenzucker
  • 4 Eier
  • 250 ml Kokosmilch
  • 150 g Kokosraspeln + etwas Raspeln zum drüberstreuen

Belag:

  • 400 ml Sahne
  • 2 Sahnesteif
  • 400 g Schmand
  • Obst z.B. 2 Aprikosen / 1 Kiwi / Handvoll Himbeeren und Blaubeeren
  • essbare Blüten (gibt es auch beim Gärtner)

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. 

Eier und Zucker mit einem Rührgerät ca. 4-5 Minuten aufschlagen. Mehl und Backpulver mischen und dazusieben. Kurz umrühren. Kokosmilch während des Rührens langsam reingießen und zum Schluss die Kokosflocken kurz unterrühren. Auf dem Backblech verteilen und für 15-20 Minuten im den Backofen geben. Stäbchenprobe machen.

Früchte und Blumen waschen. Aprikosen und Kiwi in Scheiben schneiden. 

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und den Schmand kurz unterrühren. Wer es süßer mag, kann ein bisschen Zucker zufügen, mir war es süß genug.

Kuchen aus den Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Mit der Sahnecreme bestreichen, mit dem Obst und den Blumen dekorieren und mit Kokosraspeln bestreuen.

Ihr wollt jetzt bestimmt wissen wie er geschmeckt hat? Sehr lecker! 

Mein Fazit:

-der Geschmack ist wirklich gut

-der Teig geht nicht so gut auf, was jetzt bei diesem Kuchen keine große Rolle spielt

-kann ich mir gut als Alternative für Süßspeise, Porridge oder Kekse vorstellen

Ich denke, ich werde in Zukunft den Kokosblütenzucker öfters verwenden, da mich der Geschmack überzeugt hat. 

 

Heute Nachmittag werde ich mit noch zu meinem Kaffee auf der Terrasse das letzte Stück genehmigen. 

Das Leben ist schön und halt noch schöner mit Kuchen.

Eure Dani

 

Food Rezepte

Essen mit Freunden, gebackene Kartoffeln und ein Browniedessert

Wenn ich etwas in meinem Leben liebe, neben meiner Familie und der Tatsache, dass es mir wirklich gut geht, dann ist es wohl mein riesiger Freundes- und Bekanntenkreis. Ich bin es gewöhnt mit vielen Menschen zusammen zu sein, Essen zu gehen, Geburtstage zu feiern oder gemütlich auf der Terrasse zu sitzen.

Da ich aber auch wunderbar mit mir alleine kann und auch die Versorgung meiner Familie viel Zeit in Anspruch nimmt, ist es gar nicht so einfach alles unter einen Hut zu bringen. Oft bin ich einfach nur müde um mich mit jemanden zu treffen oder habe eigene Projekte, die ich voranbringen will, da fehlt dann die Zeit für Freunde. Aber macht ja nichts, dann trifft man sich halt ein anderes Mal.

Vor Corona war das alles ja auch gar kein Problem. Und auf einmal ging das nicht mehr. Menschen zu treffen, die nicht zur Familie gehörten, war auf einmal nicht mehr drin. 

Während ich die erste Zeit ohne Termine sehr genossen habe wurde es mit der Zeit immer seltsamer meine Freunde nicht mehr zu sehen. Klar, man hat viel telefoniert und Videotreffen vereinbart, aber es ist halt nicht das Gleiche. Physisch zusammen zu sein, zu feiern oder auch intensive Gespräche zu führen hat eben eine ganz eigene Qualität.

Freunde zu haben ist für mich genauso selbstverständlich wie atmen. Aber genau das ist es eigentlich ganz und gar nicht. Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen einen mögen, es ist auch nicht selbstverständlich, dass sie einen ganz nah an sich heran lassen und es ist auch nicht selbstverständlich, dass sie helfen, wenn man Hilfe braucht und ein offenes Ohr haben, wenn es einem schlecht geht. 

Ich habe während des Lockdowns oft darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, diese Menschen nicht mehr in meinem Leben zu haben. Es wäre einfach nur grauenvoll und mein Leben wäre ganz schön öde!

Und jetzt bin ich sowas von froh alle wieder zu sehen und mit ihnen eine gute Zeit zu verbringen. Ich finde es schön, dass wir wieder bei gutem Essen  miteinander fröhlich sein können. Und deshalb habe ich auch wieder eingeladen. 

Es gab gebackene Kartoffeln, Dips, verschiedene Beilagen, Salat und ein Browniedessert. Es lässt sich fast alles am Vortag vorbereiten und man kann das Gemüse und die Früchte für den Nachtisch saisonal wählen. Der große Vorteil dieses Essens ist, dass sich jeder zu den Kartoffeln nehmen kann was er mag. Da wird ein Fleischesser genauso froh wie der Vegetarier. Das Essen ist für ca. 6 -8 Personen je nachdem was für starke Esser ihr habt.

 

Gebackene Kartoffeln 

Zutaten:

  • 2 große Kartoffeln (Sorte:weichkochend) pro Person
  • Olivenöl
  • Salz/ Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch

Backblech

Zubereitung:

Backofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen

Die Kartoffeln gut waschen und halbieren. Mit einem Messer vorsichtig rautenförmig einschneiden, damit ihr nicht die Schale durchschneidet. In eine Schüssel geben, Öl, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gut durchmischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln mit der Schale nach unten verteilen. Im Backofen ca. 45 min backen.

Schnittlauch waschen, trockentupfen und klein hacken. Die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen, mit Schnittlauch bestreuen und heiß servieren.

 

Ajvar Dip

Zutaten:

  • 1 Packung Doppelrahmfrischkäse (ca. 175 g)
  • 4 EL Ajvar Mittelscharf
  • 2 geröstete Paprika aus dem Glas
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Frischkäse und Ajvar mischen. Paprika fein würfeln und dazugeben. Knoblauch schälen und mit einer Knoblauchpresse dazu pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tomaten Schmand Dip

Zutaten:

  • 200 gr Schmand
  • 5 getrocknete, eingelegte Tomaten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Tl Harissa
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Die Tomaten fein würfeln und mit den restlichen Zutaten mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Avocado Wasabi Quark

Zutaten:

  • 1 Avocado
  • 200 gr Magerquark
  • 1 kleine Tomate
  • ca. 100 gr Salatgurke
  • 1 El Wasabi (wer schärfer mag auch mehr)
  • 2 El Zitronensaft
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Avocado halbieren, Kern und Schale entfernen und die Avocado mit einer Gabel zerdrücken. Tomate und geschälte Salatgurke würfeln. Alle Zutaten miteinander gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Damit die Avocado nicht die Farbe verliert, den Kern dazugeben.

Ofengemüse (ca. 1,5 Kilo)

Zutaten:

  • 500 gr rote Spitzpaprika (ca. 6 Stück)
  • 300 gr braune Champignons
  • 700 gr Spargel
  • Olivenöl
  • Salz/ Pfeffer

Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Das Gemüse waschen. Den Strunk der Paprika abschneiden und die Paprika entkernen, halbieren und in Streifen schneiden.

Champignons vierteln.

Das untere Ende der Spargel etwas abschälen.

Das Gemüse nebeneinander auf  2 mit Backpapier ausgelegten Backbleche legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen ca. 15 Minuten backen.

Gebratenen Chorizowürste und Speck

Zutaten:

  • ca. 8 Stück Chorizowürste
  • 500 gr Speck
  • etwas Rapsöl

Zubereitung:

Die Würste in Scheiben schneiden und den Speck würfeln. Beides nacheinander in etwas Olivenöl anbraten.

Dazu passt ein grüner Salat oder ein Zupfsalat. So und jetzt noch das Dessert. Ich habe hier aus Zeitgründen gekaufte Brownie verwendet, aber ihr könnt auch gerne selberbacken.

Brownie Dessert

Zutaten:

  • 700 gr Erdbeeren 
  • 500 gr Mascarpone 
  • 400 ml Schlagsahne
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 3 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 kleines Päckchen Pistazien

Zubereitung:

Erbeeren waschen, den Strunk entferne und halbieren.

Für die Erdbeersoße 200 gr Erdbeeren in eine Schüssel geben, mit 1 Päckchen Vanillezucker und Zitronensaft pürieren. Zur Seite stellen.

Schlagsahne mit Sahnesteif und 2 Päckchen Vanillezucker steif schlagen. Die Mascarpone dazugeben und kurz zusammenrühren.

Die Brownies würfeln und auf eine Servierplatte verteilen. Die Creme auf die Brownie geben ebenso die Erdbeeren. Mit Erdbeersoße übergießen und mit Pistazien garnieren.

Ich hoffe, ihr habt jetzt Lust bekommen auch eure Freunde zu einem gemütlichen Abendessen einzuladen. Tut es, denn unsere Freunden machen auch ganz viel für uns! Ich werde es in nächster Zeit auch wieder öfters machen. Es gibt nichts Schöneres für mich als mit Menschen zusammen zu sein, die ähnlich ticken wie ich und genauso inspirierend sind Menschen, die ganz anders sind und vielleicht auch eine ganz andere Einstellung zum Leben haben. 

Dass es Menschen gibt die mich einladen, die meine Gesellschaft genießen, die mich mögen und mich in ihre Welt lassen, dafür bin ich unendlich dankbar und kann es manchmal gar nicht glauben!

Ich liebe jeden einzelnen Menschen, der seine kostbare Lebenszeit mit mir verbringen will und hoffe, ich kann genauso viel zurückgeben wie ich bekomme.

Feiert schön miteinander!

Eure Dani

 

 

 

 

Food Rezepte

Granola, ein wiederkehrender Traum und der Himalaya

 

Wer mich kennt weiß, dass ich kein großer Frühstücker bin. Morgens habe ich so gar keinen Hunger und ausser Kaffee geht da nicht viel. Sonntag ist so ziemlich der einzige Tag an dem ich mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück nehme und dann geniesse ich es auch. Da gibt es dann frische Brötchen, Rührei, Obst und Granola. Da ich leider nur ein selbstgemachtes Granola mag muss ich in regelmässigen Anständen Granola auf Vorrat machen. Wobei Vorrat bei uns ein starkes Wort ist, da alles ziemlich schnell weg kommt. Deshalb frühstücke ich Granola nicht nur sondern esse es auch mal zwischendurch oder auch Abends. Hier gilt ganz klar, solange der Vorrat reicht…

Mein Granolarezept ist mein absolutes Lieblingsrezept und reicht für 2 große Vorratsgläser. Da hält es sich auch 3-4 Wochen, theoretisch !

 

 

Granola

2 große Vorratsgläser

2 Backblech

Zutaten:

  • 500 g Haferflocken (zart)
  • 400 g gemischte Nüsse
  • 200 g Kokosflocken
  • 4 Tl Zimt
  • 200 ml Ahornsirup
  • 400 ml Sonnenblumenöl

Zubereitung : 

Backofen auf 180 ° C  Umluft vorheizen. Die Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Nüsse kleiner hacken. Alle trockenen Zutaten mit den Nüssen in eine Schüssel geben und umrühren. Öl und Sirup dazugeben und gut verrühren bis sich die Zutaten verbunden haben.

Auf den Blechen verteilen und ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, umrühren und für weitere 10 Minuten backen. Die Granola sollte nicht zu braun werden, dann wird sie bitter. 

Aus den Ofen nehmen, abkühlen lassen und auf die Vorratsgläser verteilen.

 

Variationen: (1 Portion )

Obst-Joghurt

Zutaten:

  • 150 g Joghurt
  • 150 g Obst (z.B. Melone, Ananas, Kokosnuss)
  • 1 El Granatapfelkerne

Zubereitung:

Obst in kleine Stücke schneiden und mit Joghurt und  Granola in ein Glas schichten. Mit Granatapfelkerne bestreuen.

 

 

Banane-Schoko 

Zutaten:

  • 1 Banane
  • 100- 150 ml Mandelmilch
  • 1 El Zartbitter-oder Vollmilchraspeln

Zubereitung:

Banane schälen und halbieren. Auf einen tiefen Teller geben und mit Granola und Milch servieren. Mit Schokoraspeln bestreuen.

 

 

Gebratenes Obst 

Zutaten:

  • 1 Apfel
  • 10 Trauben (kernlos)
  • 1 Tl Butter
  • 1 Tl brauner Zucker
  • 100 g griechischer Joghurt
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

Apfel waschen, entkernen und grob würfeln. Trauben waschen und halbieren. Butter in einer Pfanne zerlassen, das Obst dazugeben und kurz anbraten. Zucker darüberstreuen und ca. 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Obst mit Granola und Joghurt servieren und mit Zimt bestreuen.

 

 

Ob jetzt Granola gesund ist oder nicht, dass weiß ich gar nicht so genau, aber es schmeckt! Aber Sport ist gesund meistens jedenfalls. Also ich persönlich schau mir lieber Sport an als dass ich ihn selber mache. Letzte Woche war ich in der Liederhalle in Stuttgart und hab mir auf grosser Leinwand die European Outdoor Filmtour angeschaut. Völlig verrückt, was manche Menschen sich trauen und wie fit sie sind. Ich mach Yoga, sonst nix, wandern oder spaziererlaufen langweilt mich und joggen ist viel zu anstrengend. Ich empfinde es als total schön, auf einem Berg zu stehen und die Aussicht und den Kaiserschmarren zu geniessen, es macht aber für mich keinen Unterschied ob ich den Berg raufgewandert oder mit dem Auto gefahren bin. 

Mit 20 hatte ich den Traum, irgendwann einmal in meinem Leben im Himalaya zu wandern vielleicht sogar den Mount Everest zu besteigen. Mit 40 habe ich mich von diesen Traum komplett verabschiedet und für mich beschlossen, der Mount Everest sieht mich nur, wenn da mal eine Gondel steht.

Jetzt sitze ich da gemütlich in der Liederhalle und schaue den jungen Franzosen Eliott Schonfeld zu, wie er den Himalaya von West nach Ost durchquert. An für sich schon mega cool, aber, und hier kommt wieder mein Traum vom Himalaya ins Spiel, sein Wegbegleiter ist sein Pferd Robert! Ich saß da und dachte, natürlich, wie konnte ich nicht selbst darauf kommen, ich muss nicht laufen, ich reite! Okay, Elliot ist nicht geritten, weil das Pferd sein Gepäck getragen hat, aber ich brauch da nicht so viel, da kann ich dann locker reiten. 

Und jetzt, haltet euch fest, ich könnte sogar zum Nordpol und zwar mit Schlittenhunden. Ganz ehrlich, da eröffneten sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten und ich kann nicht glauben, dass ich da nicht früher draufgekommen bin!!! Mal wieder ein neuer Beweis dafür, dass man seine Träume auf gar keinen Fall aufgeben soll, man muss nur seinen eigenen Weg finden.

Ihr wißt natürlich jetzt ganz genau was jetzt kommt, ich brauch ein Pferd. Weihnachten steht vor der Tür, ich wünsch mir einfach eins. Aber keinen so einen edlen Lipizzaner sondern einen soliden Lastengaul, der mich safe durch Gebirge bringt. Und ich nenne es Reinhold, zu Ehren von Reinhold Messner.

Dann werden Reinhold und ich den Himalaya stürmen. Vielleicht sollte ich mir noch eine Sauerstoffmaske wünschen, wahlweise für Reinhold oder für mich, falls wir doch mal ausser Atem sind. Und ich brauche noch einen Gutschein vom Decathlon, ich brauch ja neue Klamotten, ich möchte ja auch im Himalaya gut aussehen.

Liebe Leute ich kann euch sagen, das wird ein mega Weihnachten, ich freu mich!

Eure Dani

P.S. Gebt niemals eure Träume auf, niemals! TSCHAKKA!!!!!

 

 

 

 

 

Food Rezepte

Geburtstag, Alter und Kokostorte

 

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Ich bin 48 Jahre alt geworden. Machen wir uns nichts vor, ich rase auf die 50 zu. Auf dem Papier bin ich langsam wirklich alt und inzwischen siezt man mich nicht nur manchmal sondern immer. Und wenn ich das Du anbiete so verfällt das jüngere Gegenüber im Laufe des Gespräches immer wieder zurück in das Sie. Bis jetzt ist im Bus aber noch keiner für mich aufgestanden, allerdings ist es wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass ich kein Bus fahre. Die Lehrer meiner Kinder sind jünger als ich und meine Ärzte sind alle gefühlt noch im Praktikum. 

48 ist erst mal das was es ist, eine Zahl. Nicht mehr und auch nicht weniger. Darüber nachzudenken, was diese Zahl für einen selber bedeutet ist eine ganz andere Nummer. Bin ich mit 48 alt oder bin ich noch jung genug? Denke ich mit 48 über meine Rente nach und das Leben zieht sich in endlosen Wiederholungen bis ich 65 bin oder bin ich noch jung genug um nochmal durchzustarten?

 

 

Es gibt doch diesen wunderbaren Spruch, ich weiß nicht mehr von wem: „Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben.“

Ich bin mir sicher, dass die meisten von uns es irgendwann zwischen 40 und 50 realisieren und dann weiß man ganz genau, jetzt bloß keine Zeit mehr verlieren, do it now! 

Now ist mein neues Mantra und hätte ich keine so große Angst vorm Tätowieren würde ich mir ein Now tätowieren. Ich backe aber dann doch lieber eine Now- Kokostorte!

 

 

Kokostorte (12 Stück/ Ø 18 cm )

Zutaten:

Böden:

  • 4 Eier
  • 80 g Zucker
  • 170 g Mehl
  • 1 Tl Backpulver 

Füllung:

  • 180 g Butter
  • 450 g Frischkäse
  • 5 El Milch
  • 130 g Puderzucker
  • 100 g Kokosraspeln
  • 100 ml Kokoslikör zum Beträufeln der Böden

Dekor:

  • 400 ml Sahne
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • Lebensmittelfarbe Pink/ Lila
  • essbares Blattgold (Flocken oder Blatt)

Zubereitung:

Teig:

Backofen auf 180 Grad ( 160 Grad Umluft) vorheizen. 2 Springformen (Ø 18 cm) einfetten.

Die Eier trennen. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen. Eiweiß mit 2 El Wasser steif schlagen. Das Eiweiß zu dem Eigelb geben, Mehl und Backpulver darauf sieben und alles unterheben. Zur gleichen Teilen in die Springformen geben und ca. 25 Minuten backen ( Stäbchenprobe machen).

Füllung:

Butter schaumig schlagen, Puderzucker dazusieben, Kokosraspeln, Milch und Frischkäse dazugeben und alles kurz rühren, bis sich die Zutaten verbunden haben.

Dekor:

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Jeweils 4 El abnehmen und in 2 kleine Schüssel geben, mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Die ausgekühlten Böden aus der Form nehmen und jeweils mittig einmal durchschneiden. Den ersten Boden mit Kokoslikör beträufeln und 1/3 der Füllung darauf verteilen. Übrige Böden mit der Füllung und dem Likör abwechselnd schichten.

Die Torte mit Hilfe einer Kuchenspachtel mit der Sahne überziehen, nicht glattschreichen. Die eingefärbte Sahne an verschiedenen Stellen der Torte spachteln und mit Blattgold verzieren. Für mindestens 2-3 Stunden oder über Nacht kühlen.

 

In diesem Wort NOW oder halt JETZT ( Englisch war die Goldpappe schneller ausgeschnitten und es hört sich irgendwie schicker an), ist doch alles drin, was man braucht. 

Now bedeutet für mich im nächsten Lebensjahr wieder neue Dinge anzupacken, Altes hinter mich zu lassen und wieder mutiger zu werden. Ich will wieder neue Projekte verwirklichen, mich in Neues stürzen, ohne zu wissen was dabei herauskommt. Ich will mit neuen Problemen fertig werden und daran wachsen. Ich will mein Leben mit ganz vielen Dingen füllen, die ich liebe und die mich erfüllen. 

Und ich will mein eigenes Tempo leben, Pausen machen, wenn ich müde bin, das Gefühl zulassen, dass im Alter alles nicht mehr ganz so schnell geht wie gewohnt und der Körper manchmal zwickt und sagt, pass auf mich auf! Aber solange der Körper zwickt, lebt er noch, also erst mal Tee kochen, eine Runde Yoga machen, ein Buch lesen oder auf die Chakramatte liegen und Löcher in die Decke starren. 

Ich darf das, ich bin 48, ich muss niemanden mehr was beweisen, ich hab schon so viel geleistet, ich kann an blöden Tagen ohne schlechtes Gewissen Nichts tun und wenn ich 8 Stunden Serien schaue, so what?

Ich bin alt genug um zu wissen, dass nach schlechten Tagen auch wieder gute Tage kommen und dass ich es selbst in der Hand habe mein Leben nach meinen Bedürfnissen (und okay, noch dass von meinen Kids) zu gestalten. Now bedeutet nun mal jetzt und die Zeit bleibt ja bekanntlich nicht stehen. 

Ich habe meinen Geburtstagsabend wider Erwartens mit vielen meiner Freundinnen verbracht und das obwohl es unter der Woche war, da ist man in meinem Alter eigentlich nicht lange wach. Wir haben gut gegessen, ein paar Flaschen Wein getrunken und stundenlang gelacht. Als sie alle gegangen sind, dachte ich mir, was für ein genialer Auftakt in ein neues Lebensjahr. Genauso soll es bitte weitergehen, mit Gesundheit, Fröhlichkeit, gutem Essen, Wein und netten Menschen. Was ich selbst dazu beitragen kann werde ich tun und zwar Jetzt!

Und ihr? Was ist mit euch ? Wartet ihr auf die Rente oder wenn die Kinder groß sind? Oder dass das Glück an eurer Tür klopft? Wollt ihr noch loslegen oder denkt ihr, ihr seid schon zu alt? Wollen wir weiter jammern und immer unzufriedener werden, weil wir immer mehr Falten sehen und nicht mehr so leicht vom Sofa kommen? Oder wollen wir uns gegenseitig inspirieren, trösten, wenn wir scheitern und feiern, wenn es gelingt? 

Also, ich bin jetzt 48 und ich habe ganz einfach keine Zeit mehr um Dinge aufzuschieben. Und ihr? Wollt ihr noch Projekte verwirklichen oder euch noch Träume erfüllen? Ja? Wollt ihr? Na dann versucht es, vielleicht genau Jetzt???

Eure Dani