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Muttertag

Food Muttertag

Muttertag und Kirschkuchen im Glas

 

Hallo ihr Lieben!

Heute will ich mich noch einmal kurz mit dem Muttertag befassen und mit meinem Dasein als Mama. Aber als Allererstes gibt es ein superschnelles Rezept für ein Geschenk, ist für alle gedacht, die wie ich mal wieder keine Zeit hatten, in die Stadt zu gehen und noch was zu kaufen! Und danach noch ein paar Gedanken über uns Mamas oder Frauen im Allgemeinen.

Den Kuchen könnt ihr auch ohne Kirschen machen, den Rest der Zutaten haben die meisten im Haus.

Kirschkuchen im Glas (6 Gläser á 230ml)

Zutaten:

  • 18 Kirschen(pro Schraubglas 3) aus dem Glas
  • 200gr Mehl
  • 100gr Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 100gr Margarine
  • 2 Tl Backpulver
  • 2 Eier
  • 4 El Milch
  • 1 El Backkakao

Zubereitung:

Alle Zutaten außer dem Kakao mit einen Handrührgerät zusammenrühren. Teig zur Hälfte teilen und in separate Schüsseln geben. Den Kakao in einen der Teige geben und verrühren. Kirschen halbieren und auf beide Schüsseln verteilen. Kurz unterheben. Den hellen Teig in die Gläser füllen, jeweils ungefähr ein Esslöffel pro Glas. Danach den Kakaoteig darauf verteilen.

Im vorgeheizten Backofen bei

  • 180 Grad Umluft/ 200 Grad Ober-/Unterhitze
  • 20-30 Minuten (Stäbchentest)

backen.

Nach dem Backen sofort die Gläser mit dem Deckel verschließen. Da ich das Rezept auch das erste Mal gemacht habe und es natürlich so umgewandelt habe, dass es für mich passt, weiß ich nicht, wie lange der Kuchen haltbar ist. Ich probiere es aber aus und dann lasse ich es euch wissen. Bei uns ist Haltbarkeit eh egal, wird ja alles sofort weggefuttert.

So und jetzt noch ein paar Gedanken zum Muttertag!

Als ich vor fast 15 Jahren Mutter geworden bin, hatte ich keinen Plan weder von Kindern noch von Haushalt. Die meiste Zeit meines damaligen Lebens verbrachte ich bei der Arbeit oder beim Feiern. 15 Jahre später muss ich feststellen habe ich immer noch keinen Plan! Es macht mir aber ehrlich gesagt gar nichts aus, da die Lebensphasen meiner Kinder sich so schnell ändern, dass alles was heute funktioniert morgen total falsch ist!

Was mir aber was ausmacht, oder nicht wirklich ausmacht, sondern eher nervt, sind die anderen Mütter! Und zwar nicht alles an ihnen, den ich kenne ganz viele tolle Mütter, eher nur dieses besserwisserische und die Stutenbissigkeit. Auch noch nach schon längerer Zeit als Mutter kann ich mich nicht recht daran gewöhnen, wie fies manche Mamas gegenüber anderen sein können. Ich mag es gar nicht, wenn man mein Leben bewertet und vor allem mag ich es nicht, wenn man mich danach bewertet wie gut oder schlecht meine Kinder geraten sind.

Nur weil ein Kind gut in der Schule ist, heißt es ja nicht, dass es ein besserer Mensch ist, nur weil ein Kind daheim nicht erzählt, was es außerhalb des Zuhauses tut, heißt es nicht, dass es nicht irgendeinen Quatsch macht. Nur weil der Haushalt nicht ordentlich ist, heißt es nicht gleich, dass man faul ist und nur weil man dick ist, heißt es nicht gleich, dass man träge ist!

Wir sehen alle nur die Spitze des Eisberges, aber unter der Wasseroberfläche kommt doch noch so viel. Das sehen wir nicht, ich denke das müssen wir auch nicht, es reicht dass wir wissen, es geht noch ganz tief weiter. Und dass wir aufhören ständig die Spitze zu kritisieren.

Das Leben ist doch kein Wettkampf um den Pokal für die beste Mutter! Keiner erzieht sein Kind mit Absicht schlecht, keiner ist mit Absicht gestresst und keiner macht mit Absicht etwas nicht richtig! Jeder sollte doch machen können was er will, solange es für einen passt und man damit glücklich ist, ist es doch wunderbar!

Im Vergleich zu vielen anderen, hinke ich in vielen Frauendisziplinen des Lebens ganz schön hinterher. Aber ich gebe jeden Tag mein Bestes und fühle mich gut dabei. Ein Tag ist vielleicht mal anstrengender als der andere, aber ich entscheide jeden Tag für mich selbst, was für mich und Familie jetzt gerade passt!

Ich kenne so viele wunderbare Frau, egal ob Mama oder nicht, ich bin total begeistert wie sie alle ihren Alltag bewältigen und ich lasse mich von ihnen inspirieren. Es wäre doch schön, wenn wir endlich aus diesen Konkurrenzkampf aussteigen könnten. Berufstätig gegen Hausfrau, Abi gegen Hauptschule, dick gegen dünn, sportlich gegen faul, Supermami gegen Durchschnitt! Das ist doch alles so super anstrengend, findet ihr nicht? Warum fühlen wir uns denn besser, wenn es in unseren Umfeld jemand vermeintlich schlechter macht als wir? Weil wir genau wissen, dass wir jeden Tag genauso viel falsch machen und nicht perfekt sind! Ich bin ebenso nicht ganz frei von diesen Gedanken, noch nicht, aber ich arbeite täglich daran. Und ich bin auch schon fast raus der Nummer. Liegt wahrscheinlich an meinen biblischen Alter, aber ich bin zufrieden mit mir und es fällt mir auch nicht schwer, immer wieder positiv und gutgelaunt durch mein nicht perfektes Leben zu gehen! Und deshalb wünsche ich mir auch von allen Frauen, dass sie gnädiger mit sich selber sind, dass sie sich, ihre Kinder, Partner und ihr Umfeld mögen und dass sie sich nicht in diesen Konkurrenzkampf begeben, denn da verlieren wir Frauen alle! Ein selbstbestimmtes Leben zu führen heißt für mich, selbst zu bestimmen, egal was andere sagen und für die Fehler, die ich mache, geradezustehen!

Ich brauche niemanden der mir sagt, was ich alles falsch mache, dass weiß ich meistens selbst, aber ich brauche jemanden, der mir hilft meine Fehler wieder auszubügeln. Ich brauche auch niemanden, der mir sagt, dass meine Kinder vielleicht ein bisschen zuviel pubertieren, ich brauche jemanden, der mich mit einen Prosseccoschorle tröstet!! Und ich brauche erst recht niemanden, der mich auslacht, weil ich nicht alles perfekt mache, ich brauche jemanden, der mit mir lacht, wenn mir mal wieder was Dummes passiert!!!

Nur weil man sein Bestes gibt heißt es ja noch lange nicht, dass alles nach Plan läuft! Im Nachhinein bin ich ja auch meistens schlauer und oft erkennt man erst Jahre später, warum es gut war, dass es schiefgelaufen ist!

Morgen ist Muttertagen und ja meine Damen, für alle Mütter dieser Welt! Ausnahmslos!!! Egal wie doof oder toll ihr die Mutter nebenan findet, auch die hat Muttertag! Und deshalb Mädels, lasst locker, geniesst die Zeit mit all den tollen Frauen in euren Leben, lasst jeden seinen Raum,  sein Glück selber zu finden und helft euch statt zu kritisieren!

In diesem Sinne wünsche ich allen Mamas dieser Welt einen superschönen Muttertag und haltet zu zusammen Mädels, denn nur so können wir voneinander lernen, aneinander wachsen und uns weiterentwickeln !!!

Ich drücke euch !!!

Und ach, was ich noch sagen wollte, dieser ganze Blogpost trifft selbstverständlich nicht auf mich zu, denn meine Kinder sind perfekt, mein Mann auch, mein Haushalt auch, mein Körper auch und ich bin perfekter als perfekt, und sollte jemand anderer Meinung sein, so möge er es für sich behalten, ich will das nicht hören, erzählt mir lieber, wie toll ich bin und ich werde euch für immer lieb haben!!!

Eure Dani

Book Muttertag

Buchtipp zum Muttertag

 

Hallo ihr Lieben!

Am Sonntag ist ja bekanntlich Muttertag! Seit drei Tagen sage ich das meinen Kindern jeden Tag. Ich will auch gar keinen Fall, dass sie es womöglich vergessen. Ich will Geschenke!!! Früher hat sich der Kindergarten oder die Schule um Geschenke gekümmert und jedes Gedicht und jedes noch so schief ausgeschnittenen Herz brachte mich zum Heulen. Das waren noch Zeiten, die sind leider vorbei und deshalb muss ich mich jetzt selbst darum kümmern. Ich gehöre nicht zu der Fraktion Mamas die an diesen Tag nichts wollen oder den Muttertag als ein Konsumfest für Gärtner und Konditoren verschmähen! Da bin ich nicht so bescheiden. In Gegenteil, ich finde es gibt viel zu wenig Feste an denen den Mamas etwas geschenkt wird! Ich finde, ich leiste hier hervorragende Arbeit, lasse mir keine Überstunden auszahlen, hab kein Urlaubsgeld, bin super flexibel und die meiste Zeit gut drauf. Ausserdem packe ich jedes Jahr Tonnen von Geschenken, man denke nur mal an meine selbstgemachte Adventskalender. Wer, wenn nicht ich, sollte eigentlich öfters beschenkt werden?  Jeder ist seines Glückes Schmied und willst du Geschenke dann wünsch sie dir! Ist also ganz einfach!

Und nein, es geht mir nicht ums Materielle, es geht einzig und allein um die Wertschätzung, die hier ab und an zu kurz kommt! Bei der Art der Geschenke bin ich ja auch völlig flexibel, das überlasse ich der Kreativität und den Geldbeutel meiner Jungs. Ich freu mich über alles! Hauptsache man macht sich mal Gedanken über die Mama! Und ich denke da auch an meine zukünftigen Schwiegertöchter, die davon profitieren könnten, dass meine Jungs früh gelernt haben, wie man Frauenherzen höher schlagen lässt. Nicht umsonst heisst es ja, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und auch die Liebe, wie ich finde.

Und falls ihr noch ein Geschenk für den Muttertag braucht, dann habe ich heute einen wunderbaren Buchtipp für euch. Ein Buch über 3 sehr lange Frauenleben und über all das Schöne und nicht so Schöne was das Leben als Frau so mit sich bringt!

Anne Gesthuysen erzählt in ihrem Buch „Wir sind doch Schwestern“ die Lebensgeschichte ihrer drei Großtanten. Das macht das Buch auch zu etwas ganz Besonderen, denn es ist nicht nur eine Geschichte, diese Geschichte wurde gelebt!

Im Mittelpunkt des Romans stehen die drei Schwestern Gertrud, Paula und Katty. Sie treffen sich, anlässlich des bevorstehenden 100sten Geburtstages von Gertrud, auf den Tellermannhof am Niederrhein, den Katty bewirtschaftet. Gertrud ist noch sehr rüstig, hört aber nicht mehr so gut. Paula ist 98 Jahre alt und fast blind. Sie war schon immer die ausgeglichenste der drei Schwestern und hat oft die Rolle des Streitschlichters. Katty ist mit 84 Jahren die Jüngste, fühlt sich auch wesentlich jünger und ist auf jedem Fest die Letzte!

Die drei Frauen sind sehr unterschiedlich und genauso unterschiedlich verlaufen auch ihre Leben. Gemeinsam erleben sich ein Jahrhundert miteinander, dass durch Weltkriege, vielen Traditionen und einer konservativen Gesellschaft geprägt war. Sie haben es es alle drei nicht einfach, doch mit viel Lebensfreude, Humor, starken Kaffee und ein paar Schnäpschen meistern sie ihr Leben!

Ich mag das Buch sehr! Es berührt mich, es ist lustig und traurig und es lässt mich ehrfürchtig zurück vor so viel Leben! Es ist leicht und unterhaltsam geschrieben, in kurzen Kapiteln mit vielen Rückblenden. Eine wirklich tolle Familiengeschichte und ein Stück Zeitgeschichte noch dazu. Und es ist auch eine Geschichte über das Älterwerden, Altersstarrsinn, gesellschaftlichen Druck, nicht aufgearbeitete Geschehnisse und Geschwisterliebe! 282 Jahre Leben. Sehr stark, ich liebe es!

Ich bin gespannt was in meinem Leben noch so alles auf mich zukommt und ich bin mir sicher am Sonntag  kommen erst mal Geschenke. Heute morgen noch habe ich meine Jungs mal wieder darauf hingewiesen, sie mögen doch bitte an Sonntag denke. Nachdem bis dato kein Kind ein Geschenk hat, habe ich einen kleinen Zusatz als Motivation hinzugefügt :“Jungs, ihr wisst, ihr habt nächsten Monat alle Geburtstag?“ (das stimmt übrigens wirklich, alle meine Kinder sind im Juni geboren) Ich sehe das übrigens nicht als Erpressung, zwischen Erpressung und Motivation ist doch wohl noch  ein Unterschied, oder?

Gesetzt den unwahrscheinlichen Fall ich bekomme am Sonntag nichts, dann ist es nicht so schlimm. Ich probiere es einfach nächstes Jahr wieder und wieder und wieder, bis es der Letzte in unserer Familie geschnallt hat. Und außerdem gehe ich dann am Montag in die Stadt und kaufe mir was ganz Tolles, schließlich muss ich ja schauen wo ich bleibe. Und da wären wir wieder bei, jeder ist seines Glückes Schmied !!!

Eure Dani