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Roadtrip mit Kindern/ Teil 4 /Paris

Hallo ihr Lieben!

So, heute startet die EM und in einem von Männern dominierten Haushalt, kommt man nicht drum herum natürlich mitzufiebern! Ich bin meistens für das Rahmenprogramm sprich Essen zuständig. Von bestellter Pizza bis feudalen  Grillabende ist dann alles dabei!

Und was passt heute besser zum Thema des Tages als ein Bericht über unseren Aufenthalt in Paris! Los geht´s!

Wir hatten auf unseren Roadtrip noch 3 Tage in Paris vor uns, dass reicht natürlich niemals nie aus, um diese Stadt auch nur annähernd kennnenzulernen. Paris hat soviel zu bieten und zu sehen, aber ein paar Tage reichen für den ersten Eindruck und für einen Teil des Touriprogramms.

Uns stand an diesem Tag der Eiffelturm bevor. Wir hatten  ein Kombiticket im Vorfeld unserer Reise gebucht, das eine Führung am Eiffelturm, eine Seinefahrt und den Eintritt in den Louvre beinhaltet (www.getyourguide.de).

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Treffpunkt mit unserem Guide war um 11 Uhr am Eiffelturm und zuvor holten wir die Onlinetickets im Büro von Getyourguide ( was sich in einer Nebenstraße des Eiffelturms befand ) ab.

Unsere Führung war auf Englisch und unser Guide der Brüller. Ich war total überrascht wie viel unsere Großen  schon auf Englisch verstanden, ich glaube sie auch. Zumindest haben sie an diesem Tag begriffen, dass Englischnoten manchmal gar nichts darüber aussagen, wie gut man eine Sprache im Alltag tatsächlich versteht!

Am Eiffelturm war wie erwartet unheimlich viel los und einmal mehr waren wir froh um unsere Fast Tickets. Wir gingen an der wartenden Menschenschlange vorbei. Am Aufzug mussten wir dann ca. 10 min warten, was nicht schlimm war, da uns währendessen der Guide mit Informationen über den Eiffelturm fütterte.

Und dann standen wir da, im zweiten Stock und zu unseren Füßen lag Paris! Nennt mich sentimental oder kitschig, aber ich krieg jedesmal Gänsehaut bei diesem Anblick! Das Wetter war fantastisch, die Aussicht wundervoll und die Kids waren total begeistert. Ich bin mir sicher, sie werden ein Leben lang diesen Anblick nicht vergessen!

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Wir erkundeten den Eiffelturm, gingen in den 3.Stock , genossen die Aussicht. Im 1.Stock hielten wir uns dann länger auf, da es hier eine durchsichtige Plattform gab, auf der man stehen kann und nach unten durchblicken kann. Die Jungs sprangen darüber, legten sich hin, machten Unmengen von Selfies, wir hatten so einen Spaß, die klitzekleinen Menschen unter uns zu beobachten. Insgesamt waren wir fast 3 Stunden auf dem Eiffelturm, den Abstieg machten wir über die Treppen! Meine Güte war das ein Erlebnis !!!

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Nach einer Stärkung machten wir uns auf dem Weg zur Seinefahrt. Der Anliegeplatz der Schiffe ist direkt neben dem Eiffelturm. Hier hatten wir keine Fast Tickets aber da jede halbe Stunde ein Schiff fährt, war die Wartezeit von einer halben Stunde okay. Das Schiff besteht nur aus Stuhlreihen, der Guide erklärt kurz, was man so wissen muss ( dafür in 7 Sprachen) und es gab einen Audioguide auf Deutsch für jeden Sitz. Ob man die Fahrt wirklich braucht, weiß ich jetzt nicht, aber bei uns war sie halt schon m Ticket dabei. Unser Schiff war schon recht runtergekommen, aber Paris nochmal von der Seine aus zu sehen, war schon schön. Vorbei am Notre- Dame und am Rathaus, unter die vielen Brücken und an der Paris-Plage vorbei. War also ganz nett.

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Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück zum Louvre. Auch hier waren wir glücklich über unsere Tickets, es war viel los, aber wie erwartet konzentrierte sich die ganze Meute auf die Mona Lisa. Als ich das letzte Mal in Paris war, konnte ich mir noch in aller Ruhe die Mona Lisa anschauen, jetzt standen gefühlte 10 000 Menschen davor.

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Die Kinder gingen kurz in die erste Reihe und genauso wie ich vor 20 Jahren waren sie ein bisschen enttäuscht, die Mona-Lisa ist so ein kleines Bild und hat nicht annähernd die Größe, die man eigentlich vermutet.

Wir schauten uns noch ein paar andere Gemälde an, die ich fantastisch fand, die Jungs aber langweilten. Da wir natürlich nicht das ganze Museum anschauen konnten, hab ich noch die ägyptische Abteilung ausgesucht, dachte das könnte sie noch interessieren. Da war dann auch nicht viel los, man konnte sich in aller Ruhe umsehen und wir suchten für jeden von uns einen Sarkophag aus, wir müssen nun nur noch eine Pyramide in den Garten bauen!!!

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Wir verließen nach 3 Stunden den Louvre und spazierten weiter zum Kaufhaus La Fayette. Die Kuppel des Kaufhauses ist überwältigend und ich wäre gerne noch länger geblieben aber im Erdgeschoss des Kaufhauses befindet sich die Parfümerieabteilung und bei jeder Bewegung der Jungs überfiel mich die blanke Panik, dass sie mit ihren Rucksäcken die Flacons abraümen. Zum Wohle des Kaufhauses und unserer Haftpfichtversicherung verließen wir das Kaufhaus ganz schnell und kauften nebenan bei einer Laduree Macarons. Ich wollte unbedingt diese Teilchen probieren, sind sie doch weltbekannt! Und ja, ich wollte unbedingt eine Ladureeschachtel als Andenken mitnehmen! Also kaufte ich die kleinste Schachtel, die es gab, da diese Dinger echt nicht billig sind. Um die Jungs nicht komplett zu überfordern, kehrten wir danach zum Campingplatz zurück. wir hatten ja noch am nächsten Tag Programm!

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Das Wetter war auch an unseren letzten Tag total schön. Wir spazierten durch Montmatre und stiegen dann die berühmte Treppe zum Sacre Coeur hinauf ( es gibt auch eine Standseilbahn, aber hey ich bin sportlich). Oben angekommen hatten wir einen wundervollen Blick auf Paris. Wir setzten uns auf die Treppen und schauten einen Pantomimen zu. Der war zum Schreien komisch, machte lauter lustiges Zeug mit den Touristen und wir hatten richtig Spaß beim zuschauen. In die Kirche sind wir nur kurz rein, weil soviel los war. Montmatre ist bekannt für seine Künstler und auf alle Fälle einen Ausflug wert.

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Langsam machten wir uns auf den Weg zum Moulin Rouge und in der Gegend gab es für die Jungs ganz schön viel Neues zu sehen. Der Spaziergang entwickelte sich zur Aufklärungsstunde, die Schaufenster waren voll mit SM-Zeug und Unterwäsche und die Reaktionen schwankten zwischen : “ Jetzt echt, sowas gibt es “ und „Iiiiihhh“. Und auf die Frage : “ Papa, warst  du schon mal bei einer Prostituierten ?“, kam von meinem Schwager die wohl weltbeste Antwort :“ Jungst, merkt euch eins fürs Leben, ein Löffler muss  niemals nie für Sex zahlen.“ Ende der Diskussion! Und langsam wurde es Zeit den Campingplatz aufzusuchen und zu packen!

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Die Tage in Paris waren für uns alle ein ganz tolles Erlebnis. Paris hat uns ganz viel gegeben, was ganz lange in uns wirken wird. Zu sehen, wie wichtig es ist Englisch und auch Frazösisch zu sprechen, war eine gute Erfahrung. Wie der Sonnenkönig gelebt hat, was sein Volk erleiden musste, wie es zur Französischen Revolution kam, die Geschichte rund um den Eiffelturm und der Mona-Lisa, die berühmten Maler, deren Werke in Momtmatre entstanden sind, all das sind nun nicht mehr nur Fakten aus dem Geschichtsunterricht. Wir haben gesehen, wo der Glöckner von Notredame sein Unwesen trieb und das mit der Metro fahren gar nicht so kompliziert ist, als es am Anfang scheint. Auf solchen Reisen merken die Kinder was für Landeier wir doch sind und wie behütet sie aufwachsen dürfen in unseren kleinen Städtchen.

In Großstädten leben viele Menschen mit verschiedenen Hautfarben, arme Menschen, die auf der Straße leben müssen, Menschen, die so reich sind, dass sie an der Champs-Elysees  einkaufen können, Menschen mit verschiedenen sexuellen Ausrichtungen und all das erfordert von uns Toleranz.

Ich hoffe unsere Kinder lernen keine Angst vor dem Anderstsein zu haben, dass sie keine Vorurteile zu haben brauchen und dass es nicht nur Schwarz/Weiß in unserer Welt gibt, sondern auch ganz  viel Bunt. Und dass wir genau diese Bunt brauchen, um uns inspirieren zu lassen, unsere Welt zu genießen , um Neues zu entdecken und uns daran zu erfreuen!

Danke Paris für eine tolle Zeit, für Gespräche , die daheim so nie stattgefunden hätten, wir kommen bestimmt wieder, vielleicht jeder alleine für sich, vielleicht mit Freunden, vielleicht als Liebespaar oder alle zusammen mit unseren 15 Enkeln!!!

Au revoir Paris!!!

Eure Dani

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