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Welches Kuscheltier darf noch ein bisschen bleiben?

Hallo ihr Lieben!

Irgendwie standen die letzten Wochen ganz im Zeichen des Ausmistens. Angefangen bei den Kleiderschränken bis hin zu Spielsachen, Büchern und Kuscheltieren. Die Großen spielen nicht mehr soviel besser gesagt gar nicht und so hatten wir alle Hände voll zu tun. Ich kann gar nicht glauben, wie viel wir sortiert, verkauft oder auch weggeschmissen haben.

Man sollte meinen unser Haus wäre jetzt komplett leer, ist es aber nicht! Wir haben noch immer so viel Zeug, es ist unglaublich! Von manchen Sachen trennten sich die Kinder ganz leicht, von anderen wiederum konnte man sich kaum trennen. Manches wurde wiederentdeckt und behalten. Und da waren noch die anderen Sachen, mit denen wird zwar nicht mehr gespielt, aber sie haben noch einen emotionalen Wert, da wurde es dann ganz schwierig!

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Wir haben über die Jahre gefühlte 1000 Kuscheltiere gesammelt. Jedes Kind ist mit Kuscheltieren aufgewachsen, der eine hatte mehr, der andere weniger, aber jeder der Kinder hat, weiß wie wichtig diese Tierchen sind. Die Kinder konnten ohne bestimmte Kuscheltiere nicht einschlafen oder gingen ohne sie nicht aus dem Haus. Das Lieblingskuscheltier habe ich immer 2x gekauft. Oft hat man das Kuscheltier irgendwo vergessen und dann musste ich abends nochmal los um es zu holen, sonst war an Schlaf nicht zu denken. Ich fand die Idee schlau, sie funktionierte aber nur im äußersten Notfall!

Kind 1.0 hatte schnell begriffen, dass wir das gleiche Kuscheltier 2x hatten und bestand dann auf beide, da ging mein Plan nicht ganz auf, bei Kind 2.0 durfte ich das Kuscheltier nicht waschen, da es sonst nicht gewohnt roch, was immer, auch mit dem Ersatzkuscheltier, zu Dramen führte, Kind 3.0 brauchte schon immer 100 Kuscheltiere im Bett, da er sich sonst einsam fühlte. Funktioniere aber auch nicht immer, oft stand er dann nachts mit all seinen Kuscheltieren vor unseren Bett und wollte bei uns schlafen. War dann ganz schön eng bei uns!

Kind 2.0 hatte eine bestimmte Vorliebe für die Etiketten. Er spielte, mit dem Etikett zwischen den Ringfinger und den Zeigefinger, ständig damit, das beruhigte ihn irgendwie und so schlief er auch am besten ein. Seine Kuscheltiere suchte er immer nach dem Etikett aus. Wir standen dann im Spielzeugladen und er probierte alle Etiketten durch, bevor er das eine fand, welches ihm von Länge und Struktur passte. Wir waren immer die Attraktion im Spielzeugladen, meistens standen noch drei Verkäuferinnen um uns herum, amüsierten und wunderten sich über das Kind! Ikeaetiketten mochte er gar nicht, sie waren nicht weich genug, andere Billigkuscheltiere waren auch nicht drin, da die Herstellerangaben aufgedruckt und ohne Struktur waren. Es musste schon was weiches, gewebtes sein und es durfte auch auf keinen Fall zu kurz sein, da war ja dann das Streichelerlebnis nicht lang genug!

Wir haben mal mit den Kindern einen Ausflug ins Margarete Steiff  Museum gemacht. Das Paradies für alle die Kuscheltiere lieben. Und während die anderen Kinder auf großen Kuscheltierpferden ritten oder mit den riesigen Tigern spielten, stand er an einer 2 Meter hohen Giraffe und streichelte das Etikett! Er war völlig fasziniert, denn diese große Giraffe hatte natürlich ein entsprechendes Etikett! So ein großes, breites Etikett hatte er zuvor nie gesehen oder gefühlt. Leider konnten wir das Etikett nicht käuflich erwerben, ich hätte es ihn an ein anderes Tier genäht, denn ich wollte diese Riesengiraffe für glaub 2000 € nicht wirklich wegen dem Etikett kaufen!

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Aber so langsam ist es an der Zeit, sich von einigen Tieren zu trennen,  der Große kuschelt lieber mit der Freundin und auch der Mittlere hat sie nur noch zu Dekozwecken. Nur der Kleineste hängt noch an ein paar! Ich behalte jeweils das Lieblingskuscheltier der Kinder zur Erinnerung, der Rest wird aussortiert! Rigoros!

Aber bevor alles wegkommt, fotografiere ich die Kinder mit ihren Tieren. Da diese Kuscheltiere über Jahre hinweg so tolle Wegbegleiter waren, tut es einem in der Seele weh, sie einfach wegzugeben! Wenn ihr euch also von euren Kuscheltiere oder auch anderen Spielsachen trennen wollt, macht noch ein letztes Shooting, nehmt euch ein paar Minuten, schießt ein paar Fotos, sie müssen nicht bes0nders toll werden, sie sollen nur eine kleine Erinnerungsstütze sein für vergangene Zeiten. Die Kindern erinnern sich auch Jahre später, wenn sie die Fotos anschauen,  noch an jedes einzelne Kuscheltier, meistens sogar noch mit Namen!

Nach unseren Shooting haben wir angefangen die Tiere auszusortieren. Und es kamen sage und schreibe genau 3 Kuscheltiere weg!!! Wir waren nicht so erfolgreich, wie ich mir das so vorgestellt habe. Okay, wir sind noch nicht soweit. Wie soll man sich denn von etwas trennen, wenn das kleine Herz noch so daran hängt?

Na gut, dann verschieben wir halt die ganze Aktion aufs nächste Jahr und kuscheln erst mal ´ne Runde weiter!!!

Eure Dani

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4 Comments

  • Reply
    Nicole
    28. September 2016 at 20:46

    Love this Story ☺️

  • Reply
    Kerstin Herrmann
    3. Oktober 2016 at 8:14

    Wie herrlich! Du spiegelst das Kuscheltierdrama in unserem Hause perfekt. Ich starte nun mit einem dicken Grinsen in den Tag.

  • Reply
    oliwia
    8. November 2016 at 22:13

    wundervolle Geschichte. achtsam und humorvoll.

  • Reply
    Stoffie
    20. November 2016 at 21:14

    Eine schöne Geschichte. Mir fällt das aber auch als erwachsene Person noch so schwer mich von meinen (Kinder-) Kuscheltieren zu trennen. Schiebe das auch immer vor mir her. Sooo stören die ja eigentlich nicht 🙂

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